Ärger über gestohlene Nistkästen

Eine niederschmetternde Bilanz: Viele der Nistkästen sind zerstört worden.Foto: K. Raap

Rentner bastelte fast 50 Domizile für die Vogelwelt

Langenhagen (kr). Er ist zwar schon 87 Jahre alt und auf einen Elektrorollator angewiesen, aber immer noch ein heller Kopf. Die Rede ist von dem Rentner M. (der Name ist der Redaktion bekannt), der sich in den letzten Wochen bei all seiner Gelassenheit doch mächtig geärgert hat über mehr als merkwürdige Zeitgenossen in Langenhagen. Die Vorgeschichte: In den letzten zehn Jahren, in einem Alter, wo doch viele Mitbürgerinnen und Mitbürger bereits bevorzugt das Sofa aufsuchen, entdeckte er ein neues Hobby. Um der Vogelwelt ein wenig Hilfestellung zu geben und vor allem, um sich selbst geistig fit zu halten, bastelte er eigenhändig mit beachtlichem handwerklichen Geschick, fast vier Dutzend Nistkästen unterschiedlichster Formen. Mit speziellen Aufhängevorrichtungen platzierte er sie im Eichenpark rund um den Musikpavillon und auf dem Silberseegelände und reinigte sie auch jährlich. Doch wenn er heute Bilanz zieht, sieht diese doch ziemlich traurig aus. Der Großteil seiner Nistkästen wurde inzwischen zerstört oder gestohlen. "Das ist schon niederschmetternd, doch vielleicht gibt es ja jüngere Nachfolger", hofft M. mit einem gewissen Schuss Galgenhumor, "die meine Arbeit fortsetzen." Aber so richtig glaubt er nicht daran. Doch wer M. kennt, weiß, dass der Rentner auch künftig so mobil wie irgend möglich sein will.



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Einer der wenigen Nistkästen am Silbersee, die unversehrt blieben. Foto. K.Raap