Ärger um neues Denkmal

Langenhagen (gg). Öffentlich macht nun die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Langenhagen eine besondere Kritik am eigenen Haus und an ihrem Arbeitgeber. Als Mitarbeiterin der Verwaltung und Koordinatorin des Frauenbündnisses Langenhagen lässt sie wissen, dass sie die Inschrift auf dem neuen Denkmal zur Erinnerung an die verstorbenen Ehrenbürger der Stadt missbilligt, denn dort steht das Wort Ehrenbürger, nicht aber das Wort Ehrenbürgerinnen. „Frauen finden sprachlich einmal wieder keine Erwähnung. Es ist keine geschlechterspezifische Sprache verwendet worden“, so ihre Beschwerde. Sie fordert eine Ergänzung auf dem Stein, damit die Verdienste von Frauen auch ihren sichtbaren Ausdruck haben und weiter, „Der männliche Sammelbegriff unter dem Frauen mitgemeint und subsumiert werden, kann nicht akzeptiert werden, denn Männer würden sich unter einem weiblichen Sammelbegriff auch nicht mitgemeint fühlen.
Aus gutem Grund nicht einbezogen wurde die Gleichstellungsbeauftragte in die Erstellung des Denkmals, klärt Bürgermeister Friedhelm Fischer im Gespräch mit dem ECHO den Fall auf. Er äußert sich zudem verärgert über die Argumentation von Kirchenbüchler, die völlig verfehlt sei.
Die Inschrift entspricht dem Sprachgebrauch des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes. Dort ist in § 29 das Ehrenbürgerrecht geregelt. Während im Gesetzestext durchweg von Einwohnerinnen und Einwohnern, Bürgerinnen und Bürgern geschrieben wird, steht im §29 ausdrücklich Ehrenbürgerrecht und nicht Ehrenbürgerinnen- und Ehrenbürgerrecht. Der Begriff Ehrenbürger im Plural ist ein feststehender Begriff, der in diesem Fall natürlich auch verwendet wurde. Fischer ist sich sicher: „Eine Nachbesserung der Inschrift wird es nicht geben.“