AG GLIEM zeigt im Rathaus-Foyer eine Auswahl der Infotafeln aus „Ganz Langenhagen ist ein Museum“

Die Mitglieder Herbert Kueß (von links), Christa Röder, Gabriele Spier, Ulrike Jagau und Rainer Skowronek der AG GLIEM präsentieren die kleine Ausstellung. Foto: D. Lange
Langenhagen (dl). Eine kleine Auswahl der von der AG GLIEM an vielen geschichtsträchtigen Orten in Langenhagen aufgestellten Infotafeln zeigt die AG zurzeit in einer kleinen Ausstellung im Rathaus-Foyer. Die Tafeln informieren mit Texten und historischen Fotos oder Zeichnungen an vielen Standorten der Stadt über die 700-jährige Geschichte Langenhagens mit seinen Ortsteilen. Entgegen einer vielfach geäußerten Bitte nach einem Heimatmuseum in Langenhagen entstand 2012 im Rahmen der 700-Jahr-Feier unter fachlicher Begleitung der Stadtarchivarin Heike Brück-Winkelmann die Idee, gleich die ganze Stadt Langenhagen zu einer Art „Freilichtmuseum“ zu machen. Wobei der Name „GLIEM – Ganz Langenhagen ist ein Museum“ auch missverständlich sein kann und daher nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, denn Langenhagen ist alles andere als ein im negativen Sinne verstaubter, musealer Ort, sondern eine moderne Stadt, in der Menschen wohnen, leben und arbeiten. Dennoch eine Stadt mit einer Geschichte, deren äußerliche Merkmale in Form vieler historischer Gebäude im Zweiten Weltkrieg zum Großteil den alliierten Bombenangriffen zum Opfer fielen. So dienen die mittlerweile rund 110 aufgestellten Info-Tafeln vielerorts auch dazu, deren Geschichte zu dokumentieren und für die Nachwelt erlebbar zu machen. Alle Tafeln sind darüber hinaus mit einem QR-Code versehen, der via Smartphone in ein virtuelles Museum im Internet führt, wo sich weitere, ausführlichere Texte sowie Bildmaterial findet. Derzeit arbeitet die AG mit Hochdruck daran, diese Form der modernen Darstellung historischer Zusammenhänge weiter auszubauen, um so das Bild der Stadt Langenhagen zwischen Gestern und Heute weiter zu vervollständigen.
Die Ausstellung der Tafeln im Rathaus-Foyer umfasst aus Platzgründen immer nur eine kleine Auswahl gleichzeitig, daher werden sie von Zeit zu Zeit gegen andere ausgetauscht. Es handelt sich dabei jeweils um eine zweite Anfertigung. Die Originale befinden sich nach wie vor an Ort und Stelle im ganzen Stadtgebiet.