Aggressive Wilderei

Fellreste belegen den Verlust. (Foto: G. Gosewisch)

Hunde töten Zwerg-Kaninchen im Privatgarten

Godshorn (gg). Einen traurigen Fund machte Andreas Ohlendorf in der Nacht des 3. Januar um 1.30 Uhr in seinem Garten am Kielenkamp. Nachdem er von klappernden Geräuschen geweckt wurde, schaute er hinaus und sah er einen großen schwarzen Hund vor dem Kaninchenstall. Er eilte in den Garten, doch da war es schon zu spät. Am Kaninchenstall war der Türdraht herausgebissen worden und auf dem Rasen davor waren Fellreste und abgebissene Körperteile der zwei Zwergkaninchen zu finden, die im Stall untergebracht waren. Seit vier Jahren lebten Hoppel und Saphira dort. Gut waren sie untergebracht, der Stall aus feinem Holz mit drei Etagen, Treppen und vielfältigem Unterschlupf war gleichzeitig Blickfang und ständige Anlaufstation für die Töchter von Andreas Ohlendorf, die 5-jährige Sara und die 11-jährige Sina, denen die Kaninchen gehörten.
„Die Kinder sind unendlich traurig und geschockt, sie hatten die Kaninchen sehr lieb und diese Wilderei schockiert hier in diesem geschützten Gartenbereich“, erklärt Ohlendorf die Situation. Gemeldet hat er den Vorfall der Polizei. „Die Streifen werden jetzt auf freilaufende Hunde besonders achten, sind sensibilisiert“, sagt Polizeisprecher Manfred Pätzold. Zudem liege eine Meldung einer Passantin vor, die zwei große dunkle Hunde ohne Halter am Weißen Weg in Godshorn am nächsten Morgen um etwa 9 Uhr gesehen habe. „Beim Eintreffen des Streifenwagens waren die aber leider nicht mehr auffindbar“, erklärt Pätzold und bittet um Zeugenhinweise an die Polizei, Telefon (0511) 109 42 15. Der Tierheim erklärte auf Anfrage des ECHOS, dass es derzeit keine Meldung zu vermissten Hunden in dieser Größe gibt.
Ohlendorf hat Nachbarn und Freunde informiert: wer Kleintiere im Garten hat, wird diese in das Haus nehmen, bis die wildernden Hunde ermittelt sind.