Alle 250 Jugendlichen holen die Leistungsspange

Technisches Verständnis wurde auch abgeprüft. (Foto: O. Krebs)

27 Jugendfeuerwehren traten im Langenhagener Schulzentrum zu den Prüfungen an

Langenhagen (ok). Das Beste gleich vorweg: Alle haben es geschafft! Und das sei keineswegs Normalität wie der stellvertretende Regionsjugendfeuerwehrwart Daniel Imhof deutlich machte. Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung, die in der deutschen Jugendfeuerwehr vergeben wird. Der Nachweis der Leistungen ist zwischen 15 und 18 Jahren möglich; es kommt auf die Leistung der ganzen Gruppe an, die nur gemeinsam stark ist. 27 Jugendfeuerwehrgruppen stellten sich den fünf Prüfungen, 25 unter ihnen aus der Region Hannover, zwei sogar aus dem Raum Hamburg. 250 Nachwuchsfeuerwehrleute stellten sich auf dem Gelände des Langenhagener Schulzentrums den Anforderungen mussten sich sowohl sportlich, taktisch und feuerwehrtechnisch beweisen und auch Köpfchen zeigen. Ein so genannter dreiteiliger Löschangriff stand auf dem Programm und bei einer Schlauchstaffel mussten acht C-Schläuche möglichst schnell und ohne zu verdrehen ausgelegt werden. Wie bei den Bundesjugendspielen ging es beim Staffellauf über 1.500 Meter und beim Kugelstoßen über 55 Meter zu. 55 Meter? Ja, ganz richtig. Auch das Kugelstoßen war eine Gruppenleistung: Neun Mädchen und Jungen mussten zusammen 55 Meter schaffen. Die Jungen mit einer Vier-Kilogramm-Kugel, die Mädchen mit drei Kilogramm. Teamarbeit und Gemeinschaft waren also auch hier gefragt; Kraft, Ausdauer, Geschwindigkeit, Wissen und technisches Wissen des Einzelnen reichten nicht aus. Teamarbeit, die auch bei den späteren Einsätzen gefragt ist. Und: „Die Mädchen und Jungen lieben die Wettkämpfe. Jüngere, die die Leistungsspange noch nicht bekommen können helfen unter dem Kameradschaftsgedanken mit“, weiß Lars Hedwig, ebenfalls stellvertretender Regionsjugendfeuerwehrwart und für die Wettkämpfe zuständig. Und immer wieder habe sich gezeigt, dass die besten Jugendfeuerwehren im Lande aus der Region Hannover stammten. Die anscheinend gute Ausbildung und Vorbereitung spiegelten sich im Prüfungsergebnis wider. Ein Ergebnis, mit dem auch Bürgermeister Mirko Heuer und Stadtbrandmeister Arne Boy hochzufrieden waren.