„Alle sollen gleichermaßen profitieren“

Klaus Danneberg, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 60+ der SPD, bedankte sich mit Präsenten bei Michaela Henjes für den informativen Vortrag. (Foto: O. Krebs)

Sportring Langenhagen schüttet fast eine Million Euro an Mitteln im Jahr aus

Langenhagen (ok). Sicherlich: Langenhagen ist nach ihrer Darstellung durchaus eine sportfreundliche Stadt, aber die Aufgabe für den Sportring werde in den nächsten Jahren bestimmt nicht leichter. Präsidentin Michaela Henjes – seit zwölf Jahren im Amt – erzählte beim jüngsten Treffen der Arbetsgemeinschaft 60 + der SPD über die Arbeit des Sportringes und vor allen Dingen über die vielen Gelder, die das Gremium für die 44 kleinen und großen Sportvereine in der Flughafenstadt verwaltet. Die Mitgliederzahl liegt dabei zwischen drei und 3.000. Der Sportring ist eine Unterorganisation des Regionssportbundes, sorgt dafür, dass die Gelder gerecht und nicht nach dem Hase- und Igel-Prinzip verteilt werden. Michaela Henjes: "Alle sollen gleichermaßen profitieren." Ein großes Problem, was Michaela in näherer Zukunft sieht, sind die Hallenkapazitäten. Die Halle an der Brinker Schule und die Peko-Halle fallen definitiv weg, die Zukunft der Sporthalle der Gutzmannschule stehe noch in den Sternen. Neu gebaut wird eine Veranstaltungssporthalle.Nicht genug, um die ohnehin schon sehr große Nachfrage abzudecken. Michaela Henjes: "Das wird eng." Dem Projekt des MTV Engelbostel-Schulenburg, im Westen eine neue Sporthalle zu bauen, steht sie deshalb sehr postiiv gegenüber. Der Sportbund ist namlich unter anderem dafür zuständig, die regelmäßigen Trainingszeiten in der Woche zu koordinieren. Die Stadt Langenhagen zeige sich für die Vereine sehr entgegen kommend – sie stelle alles zur Verfügung, Hallennutzungsgebühren fielen beispielsweise nicht an, der größte Teil des Sports werde etwa mit einem Drittel bezuschusst. Michaela Henjes: "Die Pauschalförderung pro Verein liegt bei 1,75 Euro pro Erwachsenem und 4,50 Euro pro Kind.“ So schüttet der Sportring aus diesem Topf jährlich 56.000 Euro aus. Wohlgemerkt nur in der Langenhagener Kernstadt, denn für die fünf Ortsteile sind nach wie vor die Ortsräte zuständig. Wenn es nach Michaela Henjes ginge, liege das Verfahren in einer Hand. Es gibt aber auch noch spezielle, zweckgebundene Förderungen. So werden Energiekosten bezuschusst, Vereine ohne eigenen Sporthallen besonders unterstützt. Was Miete, Pacht oder Grundstücksgebühren angeht: 90 Prozent der Kosten übernimmt der Sportring, nur etwa zehn Prozent tragen die jeweiligen Vereine. Sportgroßgeräte werden mit einem Drittel unterstützt, genauso wie Kosten der Instandsetzung. 250.000 Euro gibt es dann noch einmal extra für die Rasensport treibenden Vereine, und auch das Vereinsschwimmen wird mit zwei Euro pro Nutzer auf den Bahnen subventioniert, die Hälfte übernimmt noch die Stadt Langenhagen. Insgesamt summa summarum fast eine Million Euro, die in Langenhagen jährlich in Sachen Sport aufgewendet werden. Trotzdem seien die Vereine aufgefordert, wirtschaftlich zu handeln, nichts anzusparen und die Mittel zeitnah zu verwenden. Sonst drohe der Verlust der Gemeinnützigkeit. Michaela Henjes – von Beruf Rechtsanwältin – hat aber schon viel erlebt: „Alles, was es im Menschlichen an Betrügereien gibt, gibt es auch im Sport.“