Allein oder im Pulk erkunden

Gut gelaunt vor dem Start zur kulinarischen Fahrradtour. Ganz rechts: Fahrtleiterin Gabi Spier. (Foto: D. Lange)
 
Sieht einfach aus. Bogenschießen beim NJK in Schulenburg-Nord. (Foto: D. Lange)

Zehn Jahre kulinarische Fahrradtour durch Langenhagen

Langenhagen (dl). Seit zehn Jahren erkunden die Langenhagener ihre Stadt mit dem Fahrrad. Einmal im Jahr, allein oder im Pulk, sind sie mit ihrem Zweirad bis in die Außenbezirke unterwegs, um Neues und selten Gesehenes zu erkunden. So wars auch diesmal. Rund 750 bis 800 Teilnehmer ließen sich wieder von dem von Fahrtleiterein Gabriele Spier und ihrem Team ausgearbeiteten Plan mit seinen 14 einzelnen Stationen leiten, wobei die Reihenfolge des Anfahrens wie immer keine Rolle spielte. Jeder entschied das für sich nach eigenem Gusto. Je nach Bedarf ließen sich sowohl die Route als auch die Standorte der Stationen über QR-Code oder. Plus Code für Google Maps per Smartphone anzeigen. Die diesjährige Fahrkultour stand anfänglich, wie jeder weiß, zunächst auf der Kippe. Budgetkürzungen seitens des Rates führten zunächst zur Absage der Tour, denn statt der erforderlichen 7000 Euro wurden nur 5000 Euro dafür im Haushalt zur Verügung gestellt, womit das Programm nicht sicher finanziert werden konnte. Letztendlich fand sich ein Sponsor bereit, der gerne anonym bleiben will, die Fianzierungslücke zu schließen, womit die Tour 2019 gesichert war. Passend zur Europawahl mit blauen Westen, 500 Stück hatten die Organisatoren dafür eingekauft, startete eine große Teilnehmerzahl am Marktplatz zur großen Langenhagenrunde, die sie über Krähenwinkel und Kaltenweide nach Schulenburg-Nord, Engelbostel und Godshorn zurück in die Kernstadt führte. Reihenfolge wie gesagt variabel. Das Dorf Schulenburg-Nord, zwischen den Startbahnen Nord und Süd gelegen, ist bekanntlich den Expansionswünschen des Flughafens zum Opfer gefallen. Einzig die Liegenschaften der ehemaligen Ruhrgas AG mit seinem riesigen Gasspeicher darunter sind geblieben. Heute hat dort der niedersächsische Jagdclub Hannover sein Refugium. Wie der NJK seinerzeit an die Gebäude mit dazugehörigem Außengelände kam, ist eine ganz andere Geschichte. Heute dient das Gelände dem NJK als idealer Trainingsplatz zum Bogenschießen. Im Rahmen der Fahrkultour durften auch deren Teilnehmer den Umgang mit Pfeil und Bogen ausprobieren. Dabei stellten sie fest, dass Technik und Kondition zwei wesentliche Eigenschaften eines erfolgreichen Bogenschützen sein sollten. Ergänzt wurde das Sportliche von stündlichen Lesungen der HAZ-Redakteurin Rebekka Neander aus ihrer Dokumentation „Schulenburg-Nord – Ein Dorf verschwindet“ in der Gaststätte des Clubs. Auf dem Vollmeierhof – Hof Jagau an der Walsroder Straße präsentierten sich neben dem Gymnasium Langenhagen mit ihrem ständigen Projekt „Agenda 2030“ gleich eine ganze Reihe von Gruppen und Institutionen. Im Sinne einer möglichst großen Breitenwirkung widmete sich das Gymnasium mit der Agenda 2030 und präsentierte den Teilnehmern der Tour die 17 Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Dabei wird deutlich, dass diese sich dabei nicht alleine auf den Klimaschutz beschränken, sondern mit den Entwicklungszielen nichts weniger als allgemeingültige Standards setzen für eine globale Lösung der ökologischen Probleme und den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Völker.