Alltagsfitness und Fuß-Erlebnispfad aufgezeigt

Mona Derouiche (von links) konnte sich auf die Unterstützung im Mehr-Generationen-Haus verlassen: Haus-Leiterin Christine Paetzke-Bartel, Carola Lucht, Kirsten Wacker, Natascha Stumm und Inna Lass. (Foto: G. Gosewisch)

Expertinnen warben vehement für mehr Bewegung

Langenhagen (gg). Bunt ging es beim Gesundheitstag im Mehr-Generationen-Haus zu, denn das Ausprobieren war Programm und dafür hatten die Expertinnen Mona Derouiche und Petra Rost viele Hilfsmittel bereitgestellt und zwei Parcours aufgebaut. Menschen über 60 Jahre konnten einen Alltagsfitness-Test ablegen. Dabei ging es um Körperwahrnehmung, Koordination und leichte Bewegungsabläufe. Die Testergebnisse gaben Hinweise, ob die aktuelle Fitness für ein selbstbestimmtes Leben im Alter ausreichen würde oder nicht. Was kann wie lange noch bewältigt werden? Wann wird die Treppe zum unüberwindbaren Hindernis? Wann wird das Einkaufen zum Problem? Im Gespräch mit den Test-Teilnehmern gab Mona Derouiche Tipps. Sie ist Leiterin des Kurses Alltagsfitness beim TSV KK und hat Erfahrung, den richtigen Weg für ein selbstständiges Leben im Alter aufzuzeigen. Sie wendet dabei ein Konzept des Deutschen Olympischen Sportbundes an. Dabei gilt eine einfache Grundregel: Je ärmer an Bewegung der Lebensstil ist, desto schneller sinkt die körperliche Leistungsgrenze. Im Alter wird dann eher die Selbstständigkeit eingebüßt. „Soweit muss es nicht kommen“, sagt Mona Derouiche, denn die meisten altersbezogenen Rückgänge in der körperlichen Leistungsfähigkeit seien vermeidbar und sogar umkehrbar. Entscheidend sei, frühe Anzeichen von Schwächen zu erkennen und sich auch einzugestehen, damit Bewegungsgewohnheiten verändert werden. Arm- und Beinkraft, Ausdauer oder Geschicklichkeit zu verbessern, mache zudem großen Spaß in der Gruppe, weil sich Erfolge schnell einstellen.
Der zweite Parcours beim Gesundheitstag im Mehr-Generationen-Haus war ein Fuß-Erlebnispfad, den Petra Rost aufgebaut hatte. Ihre Leidenschaft ist das Barfuß-Gehen, möchte das besondere Fühlen dabei nicht missen. Schon vielen Gruppen hat sie Anleitung gegeben. Ihre Erfahrung: „Man braucht gar nicht viel sagen. Wer den Füßen einmal die Schuh- und Sockenfreiheit gönnt und über verschiedene Materialien wie Rindenmulch, Sand, Seile oder Wollfleece läuft, kann das Strahlen in seinem Gesicht nicht verhindern und auch die ganze Körperhaltung verändert sich positiv in der Aufrichtung.“ So sei es gerade im Alter wichtig, von der Gewohnheit, ständig Schuhe anzuziehen, einmal abzulassen. Petra Rost ergänzt: „Auch am Rollator ist das möglich.“ Wer den Gesundheitstag verpasst hat, kann gerne im Nachgang mit ihr Kontakt aufnehmen; Kontakt gibt es im Mehr-Generationen-Haus an der Konrad-Adenauer Straße 15d.