"Am Anfang heftiger Gegenwind"

Kaltenweider Ortsverein der AWO feierte 30-jähriges Bestehen

Kaltenweide (kr). Das war eine rundum gelungene Veranstaltung: Der Ortsverein Kaltenweide der Arbeiterwohlfahrt der Region Hannover feierte im Zelleriehaus eindrucksvoll sein 30-jähriges Bestehen mit informativen Ansprachen, Ehrungen und viel Musik. Zum Auftakt begrüßte die 1. Vorsitzende Anita Jakob unter anderem Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr, Birgit Merkel vom Regions-Vorstand, Ehrenbürgerin Waltraud Krückeberg, das "Urgestein" der Langenhagener AWO Anneliese Rudolph, die bei der Gründung der örtlichen AWO wertvolle Unterstützung gegeben hatte, und Christa Röder vom Langenhagener Seniorenbeirat sowie Vertreter der Kaltenweider Vereine und Verbände. Die Vorsitzende konnte mit einigem Stolz auf heute 127 Mitglieder verweisen, die in ein vielfältiges Angebotsprogramm eingebunden würden, das unter anderem Kaffeenachmittage, Gymnastik, Skat- und andere Spielnachmittage sowie Basteln umfasst. Anita Jakob übernahm vor sechs Jahren den Vorsitz von Gründungsmitglied Edith Abelbeck, die die Kaltenweider AWO zuvor 24 Jahre mit enormen Engagement in der Ortschaft Kaltenweide führte und Anerkennung und Respekt verlieh. Das war damals durchaus keine einfache Angelegenheit. Gemeinsam mit Günter Rümper, ebenfalls seit Anfang an mit von der Partie lieferte sie im Zelleriehaus einen spannenden Rückblick auf die Anfangsjahre. Kaum zu glauben, dass dem Ortsverein in den Anfangsjahren ein manchmal ziemlich heftiger Wind entgegen blies. "Wir brauchen hier keine AWO", war wiederholt von prominenten Kaltenweidern zu hören. Der Verein ließ sich nicht beirren. Erste organisierte Fahrten führten unter anderem in die Heide, die Fränkische Schweiz, in den Allgäu und den Schwarzwald. Günter Rümper fungierte dabei überzeugend als "Reisebeauftragter". Dagegen geriet die Suche nach eigenen Räumlichkeiten zu einer reinen Irrfahrt. Immer wieder mussten gerade erste bezogene Domizile wieder geräumt werden. Aber es kam noch schlimmer: Als der AWO-Ortsverein nach fünfjährigem Bestehen einen Antrag auf die Mitgliedschaft in der Ortsarbeitsgemeinschaft der Kaltenweider Vereine stellte, wurde dieser mit großer Mehrheit abgeschmettert. Sieben von zehn Vereinen legten ihr Veto ein. Doch Edith Abelbeck schaffte es mit Kampfgeist und sehr guten Argumenten, dass diese unliebsame Situation schnell der Vergangenheit angehörte. Und längst gibt es mit allen anderen Instituionen der Ortschaft ein harmonisches Miteinander.
Die AWO sei mit ihren mannigfaltigen Aktivitäten längst nicht mehr aus Kaltenweide wegzudenken betonte dann auch Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr. Sie habe die Leitbilder der Organisation "sozial und gerecht" überzeugend umgesetzt. Herzliche Grußworte im Namen der Ortsarbeitsgemeinschaft übermittelte Ralf Dankenbring, der von den Querelen vor mehr als 30 Jahren wohl zum ersten Mal gehört hatte. Birgit Merkels besonderes Dankeschön galt der überzeugenden ehrenamtlichen Arbeit der Verantwortlichen. Diese Aktivitäten seien unverzichtbar für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Mit Blumensträußen und Urkunden nahm sie abschließend eine Reihe von Ehrungen vor.
Schwungvolle Jubiläumsgrüße in musikalischer Form übermittelten das Musikkorps Kaltenweide unter der Stabführung von Horst Fabig und die Liedertafel Kaltenweide unter der Leitung von Holger Pohl. Riesenbeifall im vollbesetzten Zelleriehaus für die überzeugenden Darbietungen.





Ehrungen für 30-jährige Mitgliedschaften (von links): Günther Rümper, Friedrich Wimbert und Klaus Dittmann (alle 35 Jahre dabei), die 2. und 1. Vorsitzende Edeltraud Mittelstedt und Anita Jacob, Ilse Wimbert, Sabine Dittmann, Lilli Rümper und Edith Abelbeck (alle 30 Jahre dabei) , Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr, Herbert Könneke (30 Jahre) und Birgit Merkel vom Vorstand der AWO-Region. Foto: K.Raap