Am Anfang steht die Vision

HannoverImpuls lädt Unternehmensgründer zum Informationsabend ein

Langenhagen (dl). Unternehmen ist besser als unterlassen ! So oder ähnlich mögen viele denken, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen. Gründe dazu gibt es viele: Wer sich als Angestellter eingeengt fühlt, seine Arbeitszeiten frei bestimmen will und auch das kalkulierte Risiko nicht scheut, der kann sich als sein eigener Chef durchaus kreativ entfalten und dabei seine Fähigkeiten einsetzen, um eigenverantwortlich zu arbeiten. Dies gilt besonders für alle diejenigen, die ihrer Arbeitslosigkeit entkommen wollen. Die Agentur für Arbeit bietet dazu eine Reihe von Fördermitteln an bis hin zum Gründungszuschuss. Am Anfang des Weges zum eigenen Unternehmen steht die Idee, aber bis es soweit ist, tauchen immer wieder ganz viele, teils noch ungeordnete Fragen auf, angefangen bei der Grundlage jeder Unternehmensgründung, dem Businessplan als Unternehmenskonzept bis hin zu Fragen zum Umgang mit Banken, Finanzamt und Versicherungen. Um diese und viele andere Fragen zu beantworten, bietet HannoverImpuls dazu allen Gründungsinteressierten kostenlose Informationsabende an, die einen Einstieg und eine erste Orientierung verschaffen sollen über alle wichtigen Themen und Aspekte zur Unternehmensgründung. Zum ersten Gründungsabend dieser Art im Rathaus kamen etwa 20 Teilnehmer mit größtenteils schon sehr konkreten Geschäftsideen. Thomas Löhr, Projektleiter der Gründungswerkstatt, sprach in diesem Zusammenhang von der Geschäftsidee als einer „Vision, die am Anfang steht und die einen antreibt, in Verbindung mit der Überzeugung von den eigenen Fähigkeiten und die gleichzeitig die Motivation zum Schritt in die Selbständigkeit bewirkt“. Eingeladen zum Gründungsabend hatte HannoverImpuls, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft in der Region Hannover mit ihren Partnern, der Sparkasse Hannover und der Hannoverschen Volksbank sowie Vertretern der Agentur für Arbeit. Thomas Löhr zeigte den Teilnehmern, die aus den unterschiedlichsten Branchen und Berufen kamen, den Weg zum eigenen Unternehmen, erklärte ihnen, welche Voraussetzungen notwendig seien und verschwieg auch nicht die möglichen Risiken, die sich bei einer realistischen Selbsteinschätzung zum Teil allerdings auch vermeiden oder reduzieren ließen. Das bedeute unter anderem, dass ein selbstständiger Unternehmer seinen Markt und seine Zielgruppe kennen sollte und auch keinen geregelten Achtstundentag mehr habe, sondern bereit sei, länger und zu sonst unüblichen Zeiten zu arbeiten. So wie der gelernte Heizungsbauer Dirk Malinowski, der einige Jahre im Ausland gearbeitet hat und sich jetzt zum Betriebswirt weiterbildet. „ Ich will einen Handwerksbetrieb gründen oder auch einen bereits bestehenden übernehmen, um in den Bereichen Heizung, Sanitär, Lüftung und Solaranlagen von der Beratung über die Planung bis zur Bauausführung ein Gesamtpaket aus einer Hand anzubieten. Die fachlichen Anforderungen auf diesem Gebiet sind auf jeden Fall sehr viel höher als noch vor 20 Jahren, wo beispielsweise der Umweltschutz noch nicht so eine große Rolle gespielt wie heute, und auch die Technik ist sehr viel komplexer geworden, da reicht das Wissen eines Gas- und Wasser-Installateurs bei weitem nicht mehr aus." Ein Fotograf, dessen Fachgebiet die Architekturfotografie ist, hat eine auf diese Form der Fotografie abgestimmte Bildbearbeitung entwickelt, die es künftig den Architekten und Bauherren mehr als bisher erlaubt, ihre eigenen Vorstellungen von den Objekten sichtbar zu machen.
In diesem Jahr wird es außer in Langenhagen noch drei weitere Gründungsabende geben. Der nächste findet am 31. Mai in Isernhagen statt und am 13. September in der Wedemark.