An die Opfer erinnert

Willi Minne bei der feierlichen Zeremonie am Mahnmal in Brink. (Foto: K. Raap)

Am Volkstrauertag acht Gedenkveranstaltungen

Langenhagen (kr). „Immer zwei Sonntage vor dem ersten Advent erinnert uns der Volkstrauertag an alle Opfer von Krieg und Gewalt, deren wir gedenken wollen. Zugleich ist er ein Tag des Nachdenkens darüber, wie wir heute auf Krieg und Gewalt reagieren und was wir heute ganz persönlich, aber auch als reiches Land in einem freien und friedlichen Europa für Freiheit und Menschlichkeit auf der Welt tun können. Aus diesem Grund haben wir uns hier an diesem Denkmal versammelt.“ Das betonte Langenhagens stellvertretender Bürgermeister Willi Minne nach der Kranzniederlegung am Mahnmal an der Kastanienallee, Höhe Feldstraße, während der seit Jahrzehnten vom Schützenverein Brink und der Freiwilligen Feuerwehr Langenhagen veranstalteten Zeremonie, die von Trompeter Herbert Koch solistisch begleitet wurde. Der von Deutschland initiierte 2. Weltkrieg habe, so der Bürgermeister, über 50 Millionen Tote weltweit gefordert. Der Krieg und seine Folgen bleiben für die Deutschen ein Stück Geschichte, die beschämt aber auch der Auslöser war, wieder als gleichberechtigtes Glied in einem freien Europa dem Frieden zu dienen. Zugleich habe man es weiterhin mit schockierender Gewalt und vielem menschlichem Leid in weiteren Kriegen zu tun. Gerade an diesem Tag“, so unterstrich Willi Mine, „müssen wir dazu auffordern noch viel tun gegen Nationalismus, Rechtsextremismus und Hetze.“
Wie angekündigt gab es in Langenhagen am Volkstrauertag noch sieben weitere Veranstaltungen des Gedenkens. Zu den größten zählte traditionsgemäß die Kranzniederlegung am Ehrenmal vor der Elisabethkirche durch Superintendent Holger Grünjes und Bürgermeister Mirko Heuer, musikalisch begleitet von einer Abordnung des Blasorchesters Langenhagen.