"Andrea" kippt die Bäume um

Kritisch begutachten die Feuerwehrmänner die Lage: Der Baum hat das Dach des Hauses am Hainhäuser Weg durchschlagen.Foto: O. Krebs

Sturmtief zieht am Donnerstag auch über Langenhagen

Langenhagen (ok). "Ulli" hat den nördlichen Teil der Region Hannover am Dienstag noch verschont, "Andrea" ist aber nicht spurlos an Langenhagen vorbeigezogen. Bereits am Donnerstagvormittag sorgte das Sturmtief dafür, dass ein Umleitungsschild in die Heckscheibe eines parkenden Autos an der Kemptener Straße flog. Auch an der Konrad-Adenauer-Straße sind nach Auskunft der Polizei Schilder Verkehrsschilder auf der Straße gelandet. Schwerstarbeit mussten die Freiwilligen Feuerwehren in Langenhagen und in den Ortsteilen schon ab Mittag am Donnerstag verrichten. Eine alte Tanne an der Kastanienallee konnte "Andrea" nicht trotzen; der Baum kippte auf ein Haus, und die Feuerwehr musste den Baum zerlegen. Auch die Krähenwinkeler Brandschützer waren schwer beschäftigt, mussten sich ab dem frühen Nachmittag um umgekippte Bäume kümmern, die den Verkehr auf der Straße behinderten. Der spektakulärste Einsatz war aber wohl der am Hainhäuser Weg, der um 18 Uhr begann und die volle Kraft und Konzentration der etwa 20 Feuerwehrleute unter der Leitung des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Kai Jüttner rund zwei Stunden in Anspruch nahm. Eine Windböe hatte eine massive Eiche mit einem Stammdurchmesser von rund einem Meter umgeknickt. Der Baum fiel auf ein Holzhaus und durchschlug mit seinen großen Ästen das Dach. Über die Drehleiter der Langenhagener Feuerwehr wurden zwei Motorsägenführer aufs Dach herabgelassen – durch Seil und Geschirr gesichert – und trennten die Äste vom Stamm, soweit es ging. Fazit der beiden Sturmtiefs dieser Woche: Langenhagen ist noch einmal mit einem "blauen Auge" davongekommen; die Schäden hielten sich in Grenzen. Am Wochenende soll es deutlich ruhiger werden – bei Temperaturen um die fünf Grad Celsius erreicht der Wind maximal eine Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometern.