Anerkannt und wertgeschätzt

Dieses Mal ging es beim Klassentreffen zum Bowlen ins Bändits. (Foto: O. Krebs)

Brinker Schule: vor 50 Jahren ins Leben entlassen

Langenhagen. Am 13. März 1970 hat der Klassenlehrer Dietrich Böhme seine Klasse 9S aus der Brinker Schule entlassen. Die Klasse 9S, dass waren 28 Mädchen und Jungen die zuversichtlich in eine dann noch sichere Zukunft schauten. Alle hatten eine Lehrstelle oder gingen in Hannover weiter zur Schule. Auf der Agenda standen Ausbildungsberufe wie Kfz-Mechaniker, Technische Zeichner, Rechtsanwaltsgehilfin, Groß- und Einzelhandelskaufmann, Krankenschwester, Schlosser oder Koch. Alles Berufe, die ein sicheres Auskommen versprachen, anerkannt und wertgeschätzt wurden.
Während der neunjährigen Schulzeit haben alle einige gesellschaftliche Veränderungen erlebt, die auch das Schulleben beeinflussten. Als sie Ostern 1961 eingeschult wurden, gab es drei erste Klassen in der Brinker Schule mit bis zu 53 Kindern in jeder Klasse. Während der Schulzeit wurden feste Termine wie Einschulung, Versetzung und Entlassung von Ostern auf die Zeit vor und nach den Sommerferien verlegt. Daraus ergaben sich die so genannten Kurzschuljahre und der Klassenname 9S. Hatten die Mädchen und Jungen anfangs noch eine Sechs-Tage-Woche, freuten sie sich im Laufe der Zeit über einen Stundenplan von Montag bis Freitag. Wir waren die erste Klasse die ein Berufspraktikum machte. Ja, und sie hatten einen sehr fortschrittlichen Lehrer. Auf dem Stundenplan letzte Stunde stand freitags „Hitparade mit DC Giesy“. Jetzt, ein halbes Jahrhundert nach der  Schulentlassung, wissen alle, dass wir gut vorbereitet in die Berufsausbildungen gestartet sind. Sie wissen aber auch, dass es demKlassenlehrer gelungen ist,. ine Klassengemeinschaft zu formen, die sich alle fünf Jahre trifft.