Angenehm überrascht

Franz Poerschke (links) unterstützt seinen Sohn Sebastian Poerschke tatkräftig, wo er nur kann. Foto: Ellen Reßmann (Foto: E. Reßmann)

Beirat für Menschen mit Behinderungen besucht Wasserwelt

Langenhagen (elr). Eine ganz neue Erfahrung hat Sebastian Poerschke zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen gemacht. Der 41-jährige, der blind und auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat zum ersten Mal die Wasserwelt in Langenhagen besucht und getestet, inwieweit das Schwimmbad für Menschen mit Behinderungen geeignet ist.
Mit organisatorischer Hilfe von Christel Kolossa-Saris vom städtischen Inklusionsbüro sowie der GMF-Betriebsleiterin der Wasserwelt, Heike Ebersbach, hat er zusammen mit anderen Mitgliedern des Beirats für Menschen mit Behinderungen das Schwimmbad überprüft und konstruktiv kritisiert. Begleitet und unterstützt von seinem Vater, Franz Poerschke, konnte er zudem in das Wasserbecken steigen und seine eigenen Eindrücke sammeln.
Sowohl von der Wassertemperatur als auch von der Größe der Kabinen und des Fahrstuhls sei er besonders angenehm überrascht, so Sebastian Poerschke: Im Vergleich zu anderen Schwimmbädern findet er die Wasserwelt also ziemlich gut.
Trotz der positiven Kritik gab es auch Anregungen zur Verbesserung seitens Christoph Bärwinkel, dem Vorsitzenden des Beirats für Menschen mit Behinderungen. Besonders für Menschen mit schwachem oder fehlendem Augenlicht könnte der Besuch im Schwimmbad erleichtert werden, indem deutlichere Farbmarkierungen in rot oder blau sowie ein taktiles Blindenleitsystem eingeführt werden würden. Außerdem stellen der hohe, nicht kenntlich gemachte Absatz vor dem Schwimmbad und der fehlende sichere Straßenübergang an der Bushaltestelle mögliche Gefahren dar, die idealerweise behoben werden sollten.