Anlauf zu ihrem vierten Direktmandat kann starten

Eine strahlende Caren Marks mit dem Langenhagener Ortsvereinsvorsitzenden Marco Brunotte, der die Konferenz leitete.Foto: O. Krebs

100 Prozent Zustimmung für Bundestagsabgeordnete Caren Marks

Langenhagen (ok). 100 Prozent für Caren Marks: Nachdem die acht Ortsvereine in ihrem Wahlkreis der Bundestagsabgeordneten einstimmig ihr Votum gegeben haben, war sich auch die Wahlkreiskonferenz in Langenhagen in Sachen Kandidatenaufstellung einig. Alle 47 Delegierten – unter anderem auch aus Langenhagen - haben der 49-Jährigen signalisiert, dass sie weiter politisch in Berlin aktiv sein soll. Für Marks wäre es die vierte Legislaturperiode; in ihren bisherigen drei Anläufen holte die Sozialdemokratin sich jeweils das Direktmandat. Marks ging in ihrer gewohnt kämpferischen Rede, in der sie die schwarz-gelbe Regierung ein ums andere Mal verbal angriff, auf die Werte "Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität" ein. Keine Partei habe so viel durchgestanden wie die 150 Jahre alte SPD, aber auch keine sei so erfolgreich gewesen. Die sozialdemokratischen Werte hätten nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Ein Schwerpunkt der Rede war das Spezialgebiet der familienpolitischen Sprecherin Caren Marks: Die Familienpolitik sei modern und sozial ausgerichtet, das Schaffen von deutlich mehr und besseren Bildungseinrichtungen ein wesentlicher Schlüssel für mehr Chancengleichheit für alle Kinder von Anfang an. Herkunft dürfe kein Schicksal sein. Was das Thema Marktwirtschaft angeht: Das Wohl der Allgemeinheit habe immer vor dem Profitinteresse Einzelner Vorrang; Politik stehe vor der Wirtschaft. Die Reichen hätten ihren Reichtum der Gesellschaft zu verdanken und deshalb sei es nur fair, wenn diejenigen, die weit mehr haben als sie brauchen, davon auch an die Gesellschaft zurückgeben. Der Armutsbericht der Bundesregierung ist für Caren Marks ein "Produkt aus der schwarz-gelben Fälscherwerkstatt". Caren Marks: "Diese Truppe ist nur noch im Amt, regiert aber schon lange nicht mehr." Wo immer man dem Kapitalismus freie Bahn lasse, werde er missbraucht. Dann setze sich das Gefühl fest: "Ich kann was, ich rackere mich ab, aber das Geld reicht trotzdem nicht für ein angemessenes Leben". Und auf all das habe Schwarz-Gelb keine Antwort, suche noch nicht einmal danach. In der Regierungsverantwortung werde sie das zusammen mit einem Kanzler Peer Steinbrück ändern, versprach Caren Marks.