Antikmärkte werden fortgeführt

Nach dem Aus im CCL ein neues Konzept für Godshorn

Langenhagen (kr). Am Sonntag kam das endgültige Aus für die attraktiven Antik- und Trödelmärkte sowie die Veranstaltungen für Kunsthandwerker, die seit über 20 Jahren im alten CCL mit toller Resonanz auf zwei Ebenen über die Bühne gingen. Die Begründung der Betreiberfirma aus Hamburg für diesen Schritt blieb im Unklaren. Wie der "Erfinder" und Betreiber der Märkte Günter Sachs gegenüber dem Echo betonte, hätten durchschnittlich etwa 3.000 Besucher die Angebote von 150 Ausstellern aus der Region pro Termin wahrgenommen. "Das waren jährlich etwa 14 Märkte mit dem Schwerpunkt Antik und Trödel", so Sachs, " die sich zu einem tollen Treff für Besucher aller Altersklassen entwickelten. Und sie standen dem CCL in punkto Imageförderung und Öffentlichkeitsarbeit sicherlich gut zu Gesicht." Einen Riesenandrang registrierte Günter Sachs auch beim "Showdown" am vergangenen Sonntag. Viele Stammgäste hätten ihm gegenüber ihr Unverständnis über das Ende der Veranstaltungsreihe zum Ausdruck gebracht. Auch über die Zufriedenheit der Aussteller mit dem Konzept und dem Erfolg der Märkte gebe es viel Positives zu berichten. Die Fluktuation habe sich in Grenzen gehalten. Ein Indiz dafür auch die 90-jährige Frieda Kolbeck. Die Langenhagenerin war von Anfang an dabei und wird erst jetzt aus gesundheitlichen Günden nicht weitermachen. Für sie war es "eine tolle Zeit im CCL". Und beim Finale gab es jetzt noch einmal ein wenig Musik: Dafür sorgte das blutjunge Gitarrenduo Benjamin Ghassemi und Samuel Malecki.
Die gute Nachricht für Besucher und Aussteller: Die Märkte werden im Trademart-Center in Godshorn in Kürze weitergeführt. Und zwar auf dem Messegelände an der Hessenstraße 1. Dafür wurde längst ein Konzept entwickelt: "Deutlich über 90 Prozent unserer Aussteller wollen mitmachen", betonte Günter Sachs, "und in Godshorn werden wir mit offenen Armen empfangen." Die neuen Räumlichkeiten bieten noch mehr Platz und die Möglichkeiten einer besonders übersichtlichen Präsentation. Bereits am Sonntag, 6. Januar 2013, geht es weiter mit dem ersten Antik- und Trödelmarkt in neuer Umgebung. Bis zum 2. Juni gehen sechs weitere Veranstaltungen über die Bühne. Nach einer Sommerpause folgen ab 1. September noch einmal fünf Märkte. Geöffnet ist jeweils von 9 bis 17 Uhr. Neu ist der Eintrittspreis, er beläuft sich allerdings nur auf einen Euro. Für Kinder bis zu 16 Jahren gilt der Nulltarif.
Einen echten Verlierer durch den Auszug der Märkte aus dem CCL gibt es auch: Das italienische Eiscafé muss pro künftig pro Jahr auf die Einnahmen aus mindestens einem Dutzend besonders umsatzstarker Sonntage verzichten.



Die 90-jährige Frieda Kolbeck war bei den CCL-Märkten von Anfang an dabei und verabschiedete sich jetzt vom Betreiber Günter Sachs und dessen Sohn Kolja, der sie zuletzt tatkräftig unterstützte. Foto: K. Raap