Anträge können ab sofort auch online eingereicht werden

Ralph Gureck (von links), Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation, Uwe Warnecke, Geschäftsführer von Nolis, sowie Bürgermeister Mirko Heuer präsentieren das neue Onlineportal der Stadt Langenhagen.

Die Stadt Langenhagen bietet seit Montag einen Teil der Verwaltungsleistungen in einem neuem Serviceportal an

Langenhagen (lo). Wer bei der Stadt Langenhagen eine Eheschließung anmelden oder eine Auskunft aus dem Melderegister beantragen wollte, musste dies bis jetzt immer in Papierform erledigen. Doch seit Montagnachmittag können die Bürger dies auch online beantragen. Denn die Verwaltung hat ein neues Serviceportal freigeschaltet, in dem sowohl Bürger als auch Unternehmen verschiedene Anträge und Formulare rund um die Uhr einreichen können. Insgesamt stehen zur Zeit 45 Dienstleistungen auf service.langenhagen.de zur Verfügung. „Wir werden die Leistungen aber sukzessive erweitern“, sagt Ralph Gureck, Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation.
Mit dem neuen Angebot und der Vielzahl an digitalen Leistungen sei die Stadt anderen Kommunen schon weit voraus. „Langenhagen steht ganz weit vorne“, versichert auch Uwe Warnecke, Geschäftsführer der Firma Nolis. Mit seinem Nienburger Unternehmen arbeitet die Stadt für das Serviceportal zusammen. „In dieser Form ist das Portal das erste dieser Art und hat auch eine klare Nutzerattraktivität“, so Warnecke.
Um sich bei dem neuen Serviceportal anzumelden, müssen lediglich der eigene Name, eine E-Mail-Adresse sowie ein Passwort angegeben werden. „Wir sind gehalten, nur das zu erheben, was wir auch wirklich brauchen – und das tun wir hier auch“, sagt Gureck. Aber er ergänzt: „Wenn alles ausgefüllt ist, erleichtert es die Vorgänge für den Bürger.“ Denn die angegeben Daten werden für die Anträge und Formulare gleich übernommen. Die Daten landen sodann auf einem Server in einem Rechenzentrum in Düsseldorf, welches die notwendige ISO-Zertifizierung hat. „Die Daten liegen dort vor Zugegriffen gesichert vor“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer.
Dennoch ist eine Anmeldung nicht notwendig. Ohne diese können allerdings nicht alle Leistungen in Anspruch genommen werden. „Erst durch eine Anmeldung beim Portal können wir mit den Bürgern schneller kommunizieren“, erläutert Guerck. Denn nicht nur die Anträge und Formulare können über das Portal übermittelt werden, sondern auch benötigte Anlagen. „Der Sachbearbeiter bekommt immer eine E-Mail, wenn etwas neues im System eingeht. Weitere Details sind dabei in der Mail nicht enthalten“, so Guerck. Die Verwaltungsmitarbeiter können sich aber auch gleich morgens im Browser anmelden, um gleich zu sehen, wenn etwas eingeht.
Sollte etwas in den Anträgen fehlen, können die Sachbearbeiter dem Bürger auch gleich über das System mitteilen, welche Nachweise fehlen. Ebenfalls können die Langenhagener nun jederzeit den Stand der Bearbeitung überprüfen. Denn über jede Änderung sowie wenn eine Nachricht im System vorliegt, erhalten die Bürger ebenfalls eine E-Mail. Und für Heuer hat dieses Verfahren noch einen weiteren Vorteil: „Alles kann papierlos erfolgen. Die Daten sind im System gespeichert und die Anträge können als pdf-Dokument abgespeichert werden.“
Damit das Portal auch für alle zugänglich ist, habe man bei der Gestaltung des Portals auch die Inklusion berücksichtigt. „Wir haben es so barrierefrei wie möglich gestaltet“, betont auch der Nolis-Geschäftsführer. Aus diesem Grund habe man auch auf ein verwaschenes Design sowie auf das Hinterlegen von Bildern verzichtet. Allerdings gibt es die Seite nur auf Deutsch und in keinen anderen Sprachen. Aus diesem Grund empfiehlt die Stadt, einen online verfügbaren Übersetzer zu nutzen. „So können alle zumindest verstehen, worum es geht, auch wenn es vielleicht nicht alles lesbar ist“, meint Gureck.
Auch wenn das Serviceportal jetzt schon online zur verfügbar steht, ist es noch nicht fertig, sondern wird sukzessive erweitert. „Wir wollen dann auch das nach vorne bringen, was häufig genutzt wird“, so Gureck. Die Stadt nimmt aber auch Anregungen von Bürgern entgegen. Wer einen Wunsch äußern möchte, schickt eine E-Mail an portal@langenhagen.de. Die Langenhagener müssen aber nicht das Onlineportal nutzen, sondern können auch wie gewohnt ins Bürgerbüro kommen. „Das Portal ist kein Ersatz sondern tritt daneben“, betont Gureck.