Astbruch mit Folgen

Stadtverwaltung weist Vorwürf zurück

Schulenburg (gg). Unerwartet und mehrere Tage nach dem Sturm kam es in der vergangenen Woche zu einem folgenscheren Astbruch an der Dorfstraße. Eine Spaziergängerin mit Hund wurde getroffen und erlitt einen Knochenbruch. Ein Auto wurde verbeult. Die Ortsfeuerwehr wurde umgehend tätig. Im Rahmen der Gefahrenabwehr wurde noch im Laufe des Tages ein weiterer bereits gespaltener Ast entfernt. Zur Unterstützung rückte die Ortsfeuerwehr Langenhagen mit Drehleiter an. Anwohner beklagten, dass es an den rund 75 Jahre alten Kastanien immer wieder zu Astbruch kommt - auch unabhängig von Wind oder Sturm. Vorwürfe wurden an die Stadtverwaltung gerichtet, der Verkehrssicherungspflicht sei nicht nachgekommen worden.
Inzwischen gibt es auf Anfrage des Echos eine Stellungnahme der Pressesprecherin Juliane Stahl: „Dass infolge eines starken Gewitters am Morgen des 8. August ein Stämmling aus einem Baum an der Dorfstraße ausbrechen würde, war nicht vorhersehbar. Bei den Bäumen in der Dorfstraße wurde im April 2015 die jährliche Regelkontrolle (basierend auf den Baumkontrollrichtlinien der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V.) durchgeführt. Dabei ergab sich, dass bei drei der dort wachsenden Bäume (unter anderem der, an dem am Wochenende ein Stämmling ausgebrochen ist) eine weiterführende Untersuchung notwendig war. Die Stadt hat damit eine öffentlich bestellte und vereidigte (öbuv) Sachverständige beauftragt, welche die weiterführende Untersuchung Mitte Juli ausgeführt hatte. Das Ergebnis war: Der Baum 400 gilt als stand- und bruchsicher; eine akute Gefahr bestand nicht.“