Astronomisch an die Winkel ran

Farbenfroh zeigten sich die wasserscheuen Piraten auf der Bühne.Foto: O. Krebs

Talente präsentieren fundierte Erkenntnisse über unseren "blauen Planeten"

Langenhagen (ok). Jakobsstab oder Theodolith – für die meisten Erwachsenen sicherlich böhmische Dörfer. Beim Talentetag im Gymnasium Langenhagen – initiiert vom Hochbegabtenverbund – sorgten die beiden pfifigen Schüler Arne (9) aus der Friedrich-Ebert-Schule und Maximilian (12) vom Gymnasium für Aufklärung und machten den Interessierten klar, dass es sich beim Jakobsstab keineswegs um einen Wanderstab handelt, mit dem unsere Vorfahren den Jakobsweg entlang gepilgert sind. Nein, denn: "Das ist ein astronomisches Gerät, um Winkel zu messen", sagt Arne, der sich zusammen mit Maximilian auf diesen Tag vorbereitet und selbst Theodolithen gebaut hat. Übrigens auch ein Instrument, um den Winkel zu vermessen. "Die Klassen haben Schülerinnen und Schüler vorgeschlagen, die besonders engagiert und talentiert scheinen und die entsprechenden Zensuren mitbringen", erläutert Studiendirektorin Edda Skowronek das Konzept des Projektes, bei dem sicher auch noch "schlummernde Talente" in dem einen oder anderen geweckt werden. Zum fünften Mal ging das schulübergreifende Projekt für die Klassen 3 bis 7 über die Bühne, Oberthema war in diesem Jahr der "blaue Planet" mit seinen vielfältigen Ansatzpunkten über verschiedene Wissenschaften. So wurde unser "blauer Planet" Erde mit einem Wasseranteil von mehr als 70 Prozent in Workshops aus den Bereichen Technik, Geschichte, Kunst, Chemie, Physik, Sport und darstellendes Spiel unter die Lupe genommen, die gesammelten Erfahrungen den Mitschülerinnen und -schülern und natürlich auch den Eltern präsentiert. Die Robocop-Gruppe stellte sich im Foyer vor, Fotografien zum Thema Wasser wurden bearbeitet und verfremdet, und auf der Bühne konnten die Besucherinnen und Besucher Piraten sehen, die sich vor dem Wasser fürchteten. Und sie lernten die älteste Stadt der Erde kennen: Catalhöyük in der heutigen Türkei auf der anatolischen Hochebene. Spuren einer Besiedlung datieren aus dem sechsten Jahrtausend vor Christus; Catalhöyük ist seit 2012 Teil des UNESCO-Welterbes.