Attraktive musikalische Mischung

Ernst Müller und die Langenhagener Symphoniker im voll besetzten Forum. Fotos: K. Raap

Ernst Müller beim AWO-Konzert mit überzeugenden Gästen

Langenhagen (kr). „Zum zwölften Mal gestaltet Ernst Müller mit seinen Langenhagener Symphonikern und interessanten Gästen das Frühlingskonzert der AWO-Region Hannover, und auch diesmal geht der Reinerlös dieser Veranstaltung an die Stiftung soziale Zukunft zur Förderung bildungsbenachteiligter Kinder in Langenhagen. Dafür danke ich allen Mitwirkenden von ganzem Herzen“, das betonte Landtagsabgeordneter Marco Brunotte als Schirmherr zum Auftakt der Veranstaltung im restlos ausverkauften Forum. Gleichzeitig begrüßte er die musikalischen Gäste. Das waren Kammersänger Hans Dieter Bader, der Gemischte Chor Brink-Langenhagen unter der Leitung von Maike Ostermann, Flügelhornist Claus Broecker und Geiger Charly Neumann. Seine Begrüßung galt auch Ehrenbürgerin Waltraud Krückeberg, der Vorsitzenden des Seniorenbeirats Christa Röder und dem ehemaligen Bürgermeister Friedhelm Fischer, der als Chormitglied debütierte. Das Konzert wurde auch vom Langenhagener ECHO unterstützt. Das von Ernst Müller zusammengestellte Programm beinhaltete wie gewohnt eine gelungene Mischung aus Oper, Operette und Musical. So waren unter anderem Melodien aus Opern von Verdi ebenso zu hören wie die Gassenhauer „Die Juliska aus Budapest“ und „Am Rio Negro“ aus Fred Raymonds Operette „Maske in Blau“ und die schönsten Melodien von Jacques Offenbach, der als Begründer der modernen Operette gilt. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch Melodien aus Leonhard Bernsteins „West Side Story“.
In ausgezeichneter Form, kraftvoll und präzise, präsentierte sich einmal mehr Kammersänger Hans Dieter Bader mit musikalischen Beiträgen wie „Das Wolgalied“, „Freunde das Leben ist lebenswert“ und „So ist mein Leben“. Flügelhornist Claus Broecker blies mit großem Ton „O mein Papa“ in einer zum Schluss swingenden Version. Als echter Geheimtipp entpuppte sich der Gemischte Chor Brink. Das im ganzen deutschen Sprachraum bekannte Volkslied „Kuckuck, Kuckuck, ruft´s aus dem Wald“ mit einem Text von Hoffmann von Fallersleben präsentierte Maike Ostermann in einer umwerfend originellen wie anspruchsvollen Calypso-Version. Auch mit den anderen Programmpunkten unterstrich die junge Dirigentin, dass sie dem Chor außerordentlich gut tut. Die Sängerinnen waren jedenfalls mit Leidenschaft dabei und intonierten sicher auch die schwierigsten Passagen. Geiger Charly Neumann hatte zum Auftakt des Konzertes Kaffeemusik geboten und dann aber auch die Möglichkeit, mit dem aus der Zigeunermusik entlehnten rassigen Titel „Geigenteufel“ seine Fingerfertigkeit zu beweisen. Durch das Programm führte routiniert und informativ Flötist Detlef Leonenko. Das bestens aufgelegte Publikum dankte den Musikern mit sehr viel Applaus.