Auf den Glaubensweg berufen

Superintendent Holger Grünjes (links) beglückwünscht den neuen Pastor der Elia-Gemeinde Marc Gommlich zu seinem Amtsantritt (Foto: C. Wurm)

Elia-Gemeinde: Pastor Marc Gommlich wurde in sein Amt eingeführt

Langenhagen (cow). „Dies ist ein guter Tag für die Gemeine Elia, für Sie, Herr Gommlich und den Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen“, sagte Superintendent Holger Grünjes beim Einführungsgottesdienst von Pastor Marc Gommlich in der Langenhagener Elia-Gemeinde.
Superintendent Grünjes führte den 40-Jährigen vergangenen Sonntag im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in sein neues Amt ein. Rund 200 Gemeindemitglieder, aber auch Gäste aus den umliegenden Gemeinden, fanden sich ein, um gemeinsam dieses freudige Ereignis zu zelebrieren.
Weite und eigene Wege des Glaubens, sei Gommlich gegangen, beschreibt es Grünjes. In eine Handwerkerfamilie in Soest, Nordrhein-Westfalen, geboren, absolvierte der dreifache Vater klassisch eine Lehre als Schlosser bevor er sich entschloss, geprägt von jahrelanger Mitarbeit in der evangelischen Kirche, Theologie am Hermannsburger Missionsseminar zu studieren. Einige berufliche Stationen in Deutschland, aber auch den USA, kreuzten in den letzten Jahren seinen Weg als Botschafter des Evangeliums. Ganz weit weg, bis nach Südäthiopien, hat ihn alleine der Glaube getragen, immer mit der Unterstützung seiner Frau an der Seite. Vor seinem Pfarramt in der Elia-Gemeinde wohnte die christliche Familie Gommlich in Groß Kreutz bei Potsdam, wo der Pastor im Auftrag des Herrn in fünf Kirchen als Gemeindepfarrer unterwegs war.
Seit dem 1. Oktober ist Langenhagen das neue Zuhause der Gommlichs, wobei Birte Gommlich schon nach den Sommerferien mit den beiden Kindern Tom (12) und Leonie (7) in die frisch renovierte Wohnung in der Breslauer Straße einzog. Mittlerweile hat die Familie Zuwachs bekommen und ist mit Baby Emma (neun Wochen alt) zu fünft. „Authentisch, fröhlich, kompetent und zugewandt“, so beschreibt Grünjes seine Empfindungen bei der ersten Begegnung mit dem 40-Jährigen.
Der Kirchenvorstand der Elia-Gemeinde machte es sich mit der Auswahl des neuen Pastors nicht leicht, aber die Entscheidung fiel in diesem Fall bewusst und einstimmig. Gommlich trifft auf eine erwartungsvolle Gemeinde, die ihren Pastor mit offenen Armen empfängt, aber selbstverständlich auch von den bewährten Strukturen der letzten drei Jahrzehnte unter Vorgänger Klaus Dörrie geprägt ist.
So ließ es sich Dörrie auch nicht nehmen seinen Nachfolger im Pfarramt persönlich die besten Wünsche mit auf den Weg zu geben. Drei aussagekräftige Gaben, Brot, Salz und Sekt, überbrachte er mit symbolischem Charakter für eine glückliche, gesunde und zufriedene Zukunft in der neuen Heimat, bei der auch die eine oder andere Feier nicht fehlen dürfe. „Die Elia-Gemeinde ist ein spannendes Arbeitsgebiet. Ermuntern Sie Ihre Gemeinde, das Salz in der Suppe zu sein“, so Dörrie zu seinem Kollegen.
Schon beim Händeschütteln nach dem Gottesdienst wurde deutlich, die Elia-Gemeinde sucht das offene Gespräch mit dem Pastor und spricht Positives, wie auch Kritik umgehend aus. Diese Offenheit freut Gommlich: „Ich höre mir an, wie der Hase läuft und lasse mir Zeit in Ruhe etwas zu verändern.“ Wichtig sei ihm vor allem, dass die Gottesdienste alle Mitglieder in der Gemeinde ansprechen, sowohl Jung als auch Alt. Es komme darauf an, einen guten Mittelweg in der Gestaltung zu finden.
Die rund 200 Besucher, unter ihnen etliche Vertreter aus den Langenhagener Nachbargemeinden, waren im Anschluss des Einführungsgottesdienstes zum Sektempfang (alkoholfrei) und einer Auswahl an Schnittchen eingeladen. Viele nutzen diese Gelegenheit, um sich dem neuen Pastor vorzustellen, ein Geschenk zu übergeben oder einen Plausch unter Kollegen abzuhalten.