Aufeinander zugehen

Stehen in regelmäßigem Austausch: Polizei und Vertreter der Türkisch-Islamischen Gemeinde.Foto: O. Krebs

Polizei informiert sich in der Moschee

Langenhagen (ok). Die Polizei sucht den Schulterschluss mit der Türkisch-Islamischen Gemeinde an der Bahnhofstraße, steht in regelmäßigem Austausch dem Verein, der der Dachorganisation DITIB angehört. Bei einem Informationstreffen waren die Mitglieder voll des Lobes über die Ordnungshüter: „In der Türkei wird eher Distanz zur Polizei gehalten, hier geht man einen Schritt aufeinander zu“, sagt Mitglied Ilhan Ünsal. Überhaupt engagiere sich die Gemeinde stark in Langenhagen, halte zum Beispiel engen Kontakt zum Mehr-Generationen-Haus Mütterzentrum und biete regelmäßig das Sportprojekt „Fitness für Frauen“ an. Darüber hinaus gebe es eine Jugendgruppe, der sowohl Muslime als auch Nicht-Muslime angehörten. Das zeige, dass die Gemeinde den Dialog suche. Wichtig sei, dass die Arbeit zwar religiös und seelsorgerisch geprägt sei, der parteipolitische Aspekt aber immer außen vor bleibe. Zu den Teilnehmern des Treffens zählte auch Funya Kurun, seit 15 Jahren als Mittlerin für Familien mit Migrationshintergrund bei der Polizeidirektion Hannover tätig. Ansprechpartner für die Türkisch-Islamische in Langenhagen ist der Kontaktbeamte Dirk Schell. Die Polizistinnen und Polizisten hörten interessiert zu, als Imam Abdulhalim Acar und Ünsal über den Alltag in der Gemeinde mit den Gebetsritualen erzählten. Die Islamisch-Türkische Gemeinde stand auch am Freitag im Blickpunkt, etwa 50 Frauen und Männer spendeten Blut. Lebenssaft, der im Moment sehr dringend benötigt werde, denn wegen der EHEC-Erkrankung seien oft Bluttransfusionen nötig.