„Aufräumen mit dem Image“

Bürgermeister Friedhelm Fischer (rechts) beim Rundgang auf dem Berufsfindungsmarkt. Timo Thomas (links) und Jan Pommer erklärten die Arbeit des Mechatronikers und des Industriekaufmanns. (Foto: G. Gosewisch)

Berufsfindungsmarkt erfüllte Erwartungen

Langenhagen (gg). Dicht an dicht waren am vergangenen Donnerstag und Freitag im Rathaus die Stände des Berufsfindungsmarktes aufgebaut. Die Organisatoren aus der Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung mit Jörg Hollemann konnten 53 Firmen zur Teilnahme gewinnen. Sie repräsentierten gemeinsam mehr als hundert verschiedene Berufe. 1.800 Schüler aus 13 Schulen waren vor Ort. Sie sollten Ideen bekommen, wie sie ihre spätere berufliche Laufbahn ausrichten wollen und die Aussteller bemühten sich, entsprechende Informationen zu liefern. So stellte sich vielfach das so genannte „A-ha“-Erlebnis ein.
„Viele wissen gar nicht, dass die Reemtsma ein Tabakunternehmen ist“, berichtet Timo Thomas. Er ist im Konzern Mechatronik-Azubi im zweiten Lehrjahr und klärte zusammen mit seinen Azubi-Kollegen Maurice Nickel und Jan Pommer die Schüler vor Ort auf. Das bemerkte auch Bürgermeister Friedhelm Fischer auf seinem Messerundgang, lobt die Präsentation der Maschinenbauteile: „Das ist anschaulich, es geht ja nicht nur um Zigaretten.“ Auch aus anderen Branchen meldeten die Firmenvertreter Aufklärungsbedarf. „Es ist gut, dass wir hier mit einem falschen Image aufräumen können. Wie modern die Anforderungen sind, wissen viele nicht“, so das Fazit unter den Vertretern der Logistikunternehmen.
Dass zusätzlich zu den Präsentationen auch eine „last-minute“- Ausbildungsplatzbörse angeboten werden konnte, freute die Organisatoren ganz besonders. Jörg Hollemann betonte: „Zusammen mit dem Jobcenter können wir hier deutlich machen, dass es offene Stellen gibt. Einige in Langenhagen und in der gesamten Region Hannover aktuell 3.000.“ Nicht überhand nehmen soll im nächsten Jahr die Zahl der privatwirtschaftlichen Berufsschulen unter den Ausstellern. Hollemanns Hinweis und Ausblick: „In erster Linie sollen sich hier auf Kosten der Stadt die Firmen kostenlos präsentieren können, die Azubis suchen.“