Augenhand ist wieder da

Symbol am Kaltenweider S-Bahnhof: die Augenhand des chinesischen Künstlers Ren Rong.Foto: R. Thode

EXPO-Kunstwerk jetzt auf Kaltenweider Platz

Kaltenweide (ok). Kunst im öffentlichen Raum wird in Langenhagen großgeschrieben, die rote Augenhand des chinesischen Künstlers Ren Rong war Teil der Ausstellung „99 Standorte“ im Zuge der EXPO 2000. In dieser Zeit stand die rote Stahlskulptur in der Grünanlage an der Ehlersstraße, später fristete sie ihr Dasein dann auf dem Betriebshof. Jetzt ist sie aus der Versenkung hervorgeholt worden und steht seit Kurzem in Kaltenweide. Genauer gesagt auf dem gerade fertiggestellten Kaltenweider Platz am S-Bahnhof. Der Kaltenweider Klaus Dittmann – mit der Kulturstiftung Mitbegründer der „99 Standpunkte“ erläutert die Augenhand des chinesischen Künstlers: Die Rote Hand von Ren Rong symbolisiert die landwirtschaftliche Struktur der Ortschaft Kaltenweide, die über Jahrhundert angedauert hat. Die Hand ist wichtig bei der Bestellung der Felder und bei der Viehwirtschaft; das Auge unerlässliches Sinnesorgan bei der Beobachtung der Entwicklung in der Natur.“ Beides habe der Künstler in seiner Augenhand erfasst. Der Standort der Hand auf dem Kaltenweider Platz dicht am S-Bahnhof könnte ein Willkommen für alle ankommenden Fahrgäste und ein Tschüß für diejenigen, die von Kaltenweide wegfahren, darstellen. Allerdings sehe er das Kunstwerk ohne ein Hinweisschild eher als „die Hand als Ohrfeige“ an. Etwas irritiert ist Dittmann auch darüber, dass die Augenhand in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf dem Kaltenweider Platz aufgestellt worden sei. Eine Nachfrage des ECHO bei Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr ergab allerdings, dass ein kleines Einweihungsfest Anfang des Jahres nachgeholt werden soll, wenn der Kaltenweider Platz offizielle freigegeben worden ist. Dann wird auch Ren Rong in Kaltenweide sein.