Ausflug in die Welt des Obstbaus

Die Gäste erlebten eine sehr informative Führung in Hechthausen.Foto: U. Leddin

Langenhagener bei Apfelfest in Hechthausen

Langenhagen/Hechthausen. Fast 150 Gäste aus der Region Hannover verbrachten einen sehr informativen und erlebnisreichen Tag auf dem Obsthof Mahler in Hechthausen-Kleinwörden (Landkreis Cuxhaven). Familie Mahler hatte die Kunden der Wochenmärkte Burgdorf, Lehrte und Langenhagen zu einem Apfelfest nach Hechthausen eingeladen. Mit zwei großen Reisebussen und einigen Privatfahrzeugen kamen die Gäste aus der Nähe der Landeshauptstadt in das idyllisch am Ostebogen gelegene Örtchen Hechthausen, um endlich mal zu sehen, wie und vor allem wo ihr täglicher Apfel wächst. „Diese Strecke fahren Sie jede Woche mehrmals?“, war die erste erstaunte Frage der Hannoveraner an Juniorchef Dieter Mahler, nachdem sie für die fast 200 Kilometer mehr als drei Stunden im Bus gesessen hatten. Nach einer kleinen Stärkung mit einer zünftigen Bratwurst ging es bei strahlendem Sonnenschein auf Treckern und mit Kisten bestückten Anhängern in die Apfelplantage. Senior Reinhard Mahler erklärte mit viel Herzblut die Entstehung seines absoluten Vorzeigebetriebes und veranschaulichte Jung und Alt die interessante Welt des Obstbaus.
Die aufmerksamen Kunden genossen eine fast zweistündige Führung durch den 30 Hektar großen Apfelanbau und konnten sogar schon bei der Apfelernte des beliebten Holsteiner Cox zugucken. Beeindruckend war für die Gäste die Arbeitsintensivität, die in diesem Beruf steckt. „Wir dachten, man erntet im Herbst und braucht dann nur noch verkaufen“, meinte eine junge Frau beeindruckt und versprach, ihren täglichen Apfel nun mit ganz anderen Augen zu sehen.
Ebenfalls sehr aufschlussreich waren die Ausführungen Wolfram Kleins, der als Berater der Esteburg, dem Obstbauzentrum in Jork, den Nachmittag über begleitete.
Nach der informativen Tour durch die Apfelplantage erwartete Anneliese Mahler die Gäste mit selbstgebackenem Apfel -und Zwetschenkuchen. Auch andere hausgemachte Torten luden zu einer gemütlichen Pause ein.
Junior Dieter Mahler stand in den großen Lagergebäuden den Gästen Rede und Antwort, wenn es um die Lagerung der unterschiedlichen Apfelsorten ging. So können dank moderner Technik bestimmte Sorten wie Elstar, Jonagold und Jonagored bis in den nächsten Sommer hinein knackfrisch gelagert und somit immer wie erntefrisch auf den Wochenmärkten verkauft werden.
An einer gläsernden Großkiste mit 264 Kilogramm Äpfel durften die Gäste einen Ratezettel mit ihrer geschätzten Stückzahl abgeben. Die Burgdorferin Gerda Ermert verschätzte sich nur um neun Äpfel. Es waren letztlich 1.429 Stück, die man erraten musste, um sich den Präsentkarton mit einer Flasche Altländer Obstler und passenden Gläsern zu sichern.
Bei einem weiteren umfangreichen Quiz rund um des Deutschen liebste Frucht, glänzte Familie Bartel aus Langenhagen mit ihrem Wissen, das mit einer Flasche Altländer Apfelbrand belohnt wurde. Weitere 13 Preisträger werden sich über einen Einkaufsgutschein freuen können. Krönender Abschluss dieses außergewöhnlichen Tages war die Busfahrt zur nahegelegenen Schwebefähre in Osten. Eines von acht besonderen Bauwerken weltweit. Unter der Schirmherrschaft von König Juan Carlos I. von Spanien stehend, ist die Erhaltung dieses nationalen Baudenkmals aus dem Jahre 1909 immer noch ein finanzielles Problem und wird dank eines örtlichen Fördervereines zur Zeit gemeistert.
Ein aufregender, sicherlich anstrengender aber doch einmaliger Tag für die Hannoveraner. „Wir kommen wieder“ war der einheitliche Tenor der Gäste und die Familie Mahler versprach: „Es wird wieder ein Apfelfest geben."
Weitere Informationen unter www.obsthof-mahler.de oder telefonisch unter (04774) 474.