Ausgezeichnete Initiative für Pflegebedürftige

Region Hannover: Start des Kooperationsprojekts „zusammenHÖREN“

Langenhagen. Mit einem Online-Workshop ist das Projekt „zusammenHÖREN – Hören für alle Pflegebedürftigen“ erfolgreich in die Erprobungsphase gestartet. Ziel des Projekts ist, ein Modell für eine optimierte Hörversorgung von Pflegebedürftigen, die in stationären Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen wohnen, zu entwickeln. Das Konzept wurde im Wettbewerb für soziale Innovationen „Gesellschaft der Ideen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ausgezeichnet und erhält nun rund 200.000 Euro für die Erprobung in den Jahren 2022 und 2023. Beteiligt sind unter anderem die Medizinische Hochschule Hannover, die Hochschule Hannover und das KRH Klinikum Region Hannover. Initiiert wurde „zusammenHÖREN“ von Gesundheitswirtschaft Hannover und der Hörregion Hannover.
„Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel, wie durch interdisziplinäre Zusammenarbeit innovative Lösungen entstehen können“, so Regionspräsident Steffen Krach. „Ich freue mich, dass sich die Initiative für besseres Hören und Verstehen in der Pflege im Bundeswettbewerb gegen mehr als 1.000 andere Vorschläge durchgesetzt hat und wir nun einen Schritt weiter gehen auf unserem Weg zu einer Modellregion für gutes Hören.“
Das Projekt startet zunächst in drei Pflegeeinrichtungen in der Region Hannover, darunter auch das Anni-Gondro-Pflegezentrum im Eichenpark in Langenhagen.  Hals-Nasen-Ohrenärztinnen und -ärzte des KRH Klinikum Region Hannover ermitteln den jeweiligen Hörstatus und die bisherige Versorgung mit Hörhilfen der Bewohner. „Es gibt bislang eine Forschungslücke bezüglich empirischer Daten zum Hörstatus und zur Hörgeräteversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Diese werden wir schließen“, sagt Professor Hans-Jürgen Welkoborsky, Chefarzt der HNO-Klinik im KRH Klinikum Nordstadt, dessen Team untersucht.