Auswirkungen zukünftig immer berücksichtigen

SPD-Ratsfraktion stellt Ideen gegen den Klimanotstand vor

Langenhagen (ok). Klimanotstand – ein Thema, das nicht erst seit der Regierung Trump in den USA in aller Munde ist. Die CDU hat ihn erst für Langenhagen ausgerufen, die SPD jetzt mit einem Resolution und einem Maßnahmenkatalog reagiert, die sie in den politischen Gremien diskutieren lassen will. Im Oktober soll es dann nach den Vorstellungen der Sozialdemokraten mit einem Klimaaktionsplan an die Umsetzung gehen. SPD-Vorsitzender Marc Köhler: „Ohne die Kommunen ist das Problem Klimawandel nicht in den Griff zu bekommen.“ Die Auswirkungen auf das Klima sollen zukünftig bei allen Entscheidungen berücksichtigt werden; die Verwaltung wird aufgefordert, jährlich einen Stadt-Klimabericht vorzulegen. Bis Mitte 2020 soll ein integriertes Klimaschutzkonzept stehen; eine Klimakonferenz oder ein runder Tisch werden eingerichtet. Mit dabei: Schulen, Energieprojektgesellschaft, die städtischen Eigenbetriebe, Unternehmen, der Rat der Stadt und natürlich interessierte Bürgerinnen und Bürger. Über allem stehe die Agenda 2030. Andere Kommunen sollen mitziehen, Langenhagens Partnerstädte mit ins Boot geholt werden. Subventionen für fossile Energieträger sollen abgebaut, die Verkehrspolitik verändert und der soziale Wohnungsbau gefördert werden. Einige Maßnahmen im Einzelnen: die klimaneutrale Energieversorgung von Neu- und Umbauten, internes Car-Sharing kommunaler Fahrzeuge – darüber hinaus sollen Dienst-Fahrräder gekauft werden. Drahtesel wie Lastenfahrräder und E-Bikes. Ein Verkehrsdienstleister sollen seinen Dienst nach Langenhagen ausdehnen. Radwegesystem, Fahrradwege und Fahrradparkhäuser spielen im Klimaaktionsplan eine wesentliche Rolle. Weitere Ideen: Photovoltaik; bienen- und insektenfreundliche Begrünung auf den städtischen Dächern. Und: Für jeden städtisch gefällten Baum sollen drei neue Bäume gepflanzt werden.