Baumfällung am Stadtpark ist politisch umstritten

Als unschön empfinden Anwohner den Zustand am Hoppegartenring nach der Baumfällung. (Foto: W. Knabe)

Ratsherr Werner Knabe will Bürgerbeteiligung durchsetzen

Langenhagen (gg). Mit Unverständnis reagiert BBL-Ratsherr Werner Knabe auf die jüngsten Baumfällmaßnahmen, die seitens der Stadtverwaltung in Randbereichen des Stadtwaldes durchgeführt werden. Bestärkt durch entsprechende Bürger-Beschwerden dazu will er die Ausrichtung der Grünpflege politisch im Rat diskutieren. „Ich bin vielfach von Spaziergängern angesprochen worden, die über die Baumfällungen empört sind“, berichtet Werner Knabe im Gespräch mit dem ECHO. Es gehe selbstverständlich nicht darum, den zuständigen Fachdienst im Detail zu kontrollieren, doch es sei dringend nötig, die Zielrichtung der Grünpflege per Ratsbeschluss vorzugeben. „Es geht um Grundsätze und um Bürgerbeteiligung“, sagt der Ratsherr und ergänzt, „Vor dem Hintergrund einer aus meiner Sicht unsäglichen Debatte um eine Baumschutz-Satzung dürfte es der Öffentlichkeit schwer zu vermitteln sein, dass städtische Dienststellen nach eigenem Gusto die Säge zur Hand nehmen dürfen. Und ganz offensichtlich ist keinesfalls die sogenannte Verkehrssicherungs-Pflicht eine allein nachvollziehbare Begründung für die Fällung am Wietzeblick.“ Werner Knabe will mit seiner Initiative erreichen, dass Zielvorgaben für die Grünpflege verbindlich werden. Er erkennt in der Begründung der Stadtverwaltung zu den jüngsten Maßnahmen keine klare Linie: beim Wietzeblick war es die Verkehrssicherungspflicht, östlich des Hoppegartenrings ging es um die Wiederherstellung des Waldcharakters und westlich der Theodor-Heuss-Straße, nördlich des neuen Schwimmbades, um Bestandspflege.