Baustelle ist ein Dauerproblem

Noch keine Tempokontrolle im Bereich Reuterdamm

Langenhagen (gg). Die derzeitige Umgestaltung der Kreuzung Reuterdamm/Walsroder Straße beschäftigt momentan viele Langenhagener. „Es geht dort wirklich gut voran. Es ist spannend, die Arbeiten dort zu beobachten“, so die Meinung von Tanja Stüber, die im Lönsweg, nördlich davon, wohnt. Allerdings weist sie auch auf die Probleme hin, die dort entstehen: lange Ampelphasen an der Baustelle stellen die Autofahrer auf eine Geduldsprobe, so mancher wartet fünf Minuten und länger bei rot. Insbesondere zu den Zeiten des Berufsverkehrs stauen sich die Autos mehrere hundert Meter in der Walsroder Straße Richtung Norden auf. Als Anwohnerin entsteht für sie daraus ein Dauerproblem, denn die Autofahrer benutzen den Lönsweg als Abkürzung, um über die Karl-Kellner-Straße auf die Straße Am Pferdemarkt oder über Buschkamp wieder auf die Walsroder Straße zu gelangen. Andersherum wird die Hubertusstraße benutzt. „Viele Fahrer sind von der Idee beflügelt, eine wahnsinnige Abkürzung gefunden zu haben, dann fahren sie viel zu schnell den Lönsweg entlang“, erklärt Stüber, die auch Angst um Kinder hat, die dort zu Fuß unterwegs sind. „Gerade wegen meines Kindes fühle ich mich mit der aktuellen Situation nicht sicher“, sagt sie und hat bei der Stadtverwaltung nachgefragt: „Bei näherer Betrachtung des Umfeldes fiel mir auf, dass die Fahrer das zu Beginn des Lönsweges stehende 30-Zone-Schild gar nicht wahrnehmen und die auf der Straße groß in weiß aufgemalte 30 so verblasst ist, dass man gerade noch eine schwache Null erkennen kann. Eine Nachfrage bei der Stadtverwaltung ergab die Information, dass die 30 auf der Straße aus Kostengründen nicht mehr nachgepinselt wird.“ Auf Anfrage des ECHOS erklärt die Stadtverwaltung weiter: "Die Verwaltung ermittelt die Standorte, an denen das städtische Geschwindigkeitsmessgerät aufgestellt werden soll. Diese Vorschläge werden von der Polizei geprüft, die diesen in der Regel auch zustimmt. Genehmigt werden jene Standorte, an denen es nachweislich einen entsprechenden Bedarf gibt – beispielsweise aufgrund eines erhöhten Unfallaufkommens. Der Bedarf für eine Geschwindigkeitskontrolle ist nach Kenntnis der Stadtverwaltung für den Bereich rund um die Baustelle Walsroder Straße / Am Pferdemarkt derzeit nicht zu erkennen. Der Verwaltung liegen keine Beschwerden vor, auch nicht aufgrund eines erhöhten Verkehrsaufkommens in den benachbarten Seitenstraßen.“
Es könne zwar durchaus zutreffen, dass einige Verkehrsteilnehmer in Stoßzeiten auf alternative Strecken rund um die Baustelle ausweichen, ein solches Handeln lasse sich aber generell weder vermeiden noch verhindern, so die weitere Auskunft.