"Bedarfsgerecht verlässlich und qualitätsvoll frühkindlich"

Finden die ver.di-Aktion richtig gut: Frauke Heiligenstadt und Marco Brunotte.

verd.di-Weihnachtsbaum findet Weg in den Landtag

Langenhagen. Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter für Langenhagen, Isernhagen und Burgwedel, nutzte am Rande der letzten Plenarwoche in dieser Wahlperiode die Gelegenheit, sich mit Frauke Heiligenstadt über die dringend notwendigen Verbesserungen im Bereich der frühkindlichen Bildung auszutauschen. Dabei präsentierte er seiner Landtagskollegin den Weihnachtsbaum mit Forderungen, den ihm die Gewerkschaft ver.di bei einer Diskussion mit Kitaleitungen und Elternvertretern in Langenhagen überreicht hatte.
Frauke Heiligenstadt, Mitglied im Team von Stephan Weil für Bildung, freut sich über die kreative Art der Umsetzung des Themas. „Ich kann die Forderungen von ver.di nach einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für frühkindliche Bildung in Niedersachsen nur unterstützen. Nach einem Regierungswechsel am 20. Januar 2013 werden wir deutliche Veränderungen vornehmen“, so die designierte Kultusministerin. Dabei stehe eine Änderung des Kindergartengesetzes an erster Stelle, um verbindliche Änderungen für alle Kinder in Niedersachsen zu erreichen. Das Land müsse den Kommunen bei der Steigerung der Qualität zur Seite stehen. Der Ausbau von Krippen müsse sich endlich am tatsächlichen Bedarf orientieren.
Seit Herbst 2012 fordert auch die Volksinitiative „Bündnis für Kinder und Familien in Niedersachsen“ die Bedingungen in den Kindertagesstätten zu verbessern. „Volksinitiative und ver.di unterstützen unsere Politik der letzten Jahre im Niedersächsischen Landtag. Wir müssen auch für die dringend erforderliche Entlastung der Beschäftigten sorgen sowie Raum für gute pädagogische Arbeit und die damit verbundene Anerkennung geben," fordert Marco Brunotte. Der Personalschlüssel in den Krippen solle verbessert und auf maximal fünf Kinder pro Erzieherin gesenkt werden. In ihrem Regierungsprogramm fordern die Sozialdemokraten außerdem die Kita-Gruppengrößen für Kinder von drei bis sechs Jahren zu reduzieren. Die Aus- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern soll verbessert werden. Gemeinsam sind sich Frauke Heiligenstadt und Marco Brunotte einig: Die nächste Niedersächsische Landesregierung muss für eine bedarfsgerechte verlässliche und qualitätsvolle frühkindliche Erziehung und Bildung in Kindertagesstätten eintreten.