"Bei Randstundenbetreuung nachsteuern"

Stefanie Haller zeigt den Mitgliedern der CDU-Fraktion den neuen Mensaraum. (Foto: G. Gosewisch)

CDU-Fraktion besuchte Offene Ganztagsschule

Langenhagen. Regelmäßig besucht die CDU-Fraktion Vereine, Verbände oder Unternehmen in Langenhagen. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe war die CDU-Fraktion nun zu Gast in der Grundschule Engelbostel, die seit September 2012 offene Ganztagsschule ist. Die Schulleiterin Stefanie Haller, sowie die Ganztagskoordinatorin Waltraud Blanck erläuterten dabei die konkrete Umsetzung der offenen Ganztagsschule und betonten, dass es keine allgemeingültigen Aussagen zur konkreten Umsetzung des Modells geben könne, sondern jede Schule für sich betrachtet werden muss. Inzwischen werden 137 von ca. 160 Kindern, die in Engelbostel die Grundschule besuchen, im Ganztag betreut. Ein Erfolgsmodell für Engelbostel, wo es bisher, außer der Betreuung durch den Förderverein, kein weiteres Nachmittagsbetreuungsangebot gegeben hat. Dass diese Schule relativ einfach umgewandelt werden konnte, lag auch an den bereits grundsätzlich zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten. Bei einem Rundgang durch die Schule konnten sich die CDU-Politiker von der Qualität der neu gestalteten Aufenthalts- und Betreuungsräume überzeugen. Insgesamt stehen vier Betreuungsräume, eine Mensa und ein Büro für die Koordinatorin zur Verfügung. Ein zweiter Mensaraum wird gerade noch hergerichtet. Gut mitgedacht haben auch die Eltern, die während des Umbaus eine Küchenzeile gefordert hatten, um weiterhin unter anderem ein gesunde Frühstück im Rahmen der „Frühstücksbude“ anbieten zu können. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer zeigt sich begeistert vom Engagement von Schulleitung, Eltern und Ehrenamtlichen: „Wenn wie hier alle an einem Strang ziehen, dann kann die offene Ganztagsschule zu einem Erfolgsmodell werden. Durch die vielfältigen Kooperationspartner wie Akkordeonclub, MTV, Musikschule, Lesefüchse und andere ehrenamtlich Tätige kann eine abwechslungsreiche und interessante Nachmittagsgestaltung angeboten werden. Allen Beteiligten gilt hier unser Dank!“ Gleichwohl stellt Heuer fest, dass die Politik nachsteuern müsse: „Früh- und Spätbetreuung gehen noch zu Lasten des Ganztagsbudgets, dass müssen wir ändern. Genauso wie den Ansatz der Verwaltung, dass die Angebote aller offenen Ganztagsschulen durch eine zentrale Stelle koordiniert werden sollen. Wir konnten uns davon überzeugen, dass der Aufwand viel zu groß wäre. Die Koordinationsstelle gehört in die jeweilige Schule“, hält Heuer fest. Für Engelbostel müsse zudem der Pool der pädagogischen Mitarbeiter weiter aufgestockt werden, da dieser nur für 80 Kinder berechnet war und diese Zahl inzwischen deutlich übertroffen wurde.