Beide helfen, wo sie nur können

Das goldene Paar liebt die Nordseeinsel Föhr. (Foto: O. Krebs)

Godshorn: Renate und Willi Minne feiern goldene Hochzeit

Godshorn (ok).Er erinnert sich noch ganz genau, als er 1965 bei seinem Arbeitgeber "Göbelhoff" die Tür öffnete. Vor ihm stand eine gewisse Renate Völlmer aus Godshorn, die ihre Lehre zur Einzelhandelskauffrau antreten wollte. Sechs Jahre später, genauer gesagt am 16. Juli 1971, wurde aus Renate Völlmer dann Renate Minne, als sie ihren Willi in der Kirche "Zum Guten Hirte" heiratete. Der gebürtige Harzer Willi Minne, der später als Key-Account-Manager bei Göbelhoff Karriere gemacht hat, ist vielen Godshornern und auch den übrigen Langenhagenern aus der Politik bekannt. von 2001 bis 2016 war der Sozialdemokrat Godshorner Ortsbürgermeister. Seit 1996 sitzt Willi Minne im Rat der Stadt Langenhagen, seit 2003 ist der stellvertretende  Bürgermeister der Stadt Langenhagen. Im Herbst soll aber Schluss für ihn sein, nicht zuletzt wegen der "schlechten Stimmung im Rat". Minne tritt nur noch für die Regionsversammlung an. "Allerdings auf nicht einem so aussichtsreichen Listenplatz", sagt Minne. Dann hat er mehr Zeit sich zusammen mit seiner Frau um Renate um seine beiden Enkelkinder zu kümmern. Zur Familie gehören noch die beiden Söhne Sven und Tim mit ihren Ehefrauen. Minne, der dem Kirchenvorstand der Gemeinde "Zum Guten Hirten" angehört, würde sich gern in dem Bereich noch stärker engagieren. Ihm zur Seite stand in all den Jahren immer "seine" sieben Jahre jüngere Renate, die dem Vorstand der AWO Godshorn angehört und genauso wie "ihr"Willi stets dort hilft, wo sie gebraucht wird - sei es in der Kirche, bei der SPD oder auch beim TSV: Noch gut erinnert sie sich an ein großes Gemeinschaftsfest in der Sporthalle der Godshorner Schule, als sie mit vielen anderen Helfern ein Buffet für 500 Leute auf die Beine gestellt hat. Seit 1986 wohnen Renate und Willi Minne am Lienkamp in Godshorn und fühlen sich dort pudelwohl. Aber mindestens einmal im Jahr zieht es die beiden in den "wahren" Norden, wie sich das nördlichste Bundesland Schlesweig-Holstein selbst bezeichnet. Ihr Ziel ist dann die nordfriesische Insel Föhr, wo sie sich regelmäßig den Nordseewind um die Nase wehen lassen. Im September, dem Monat der Kommunalwahl, ist es wieder soweit. Die wiederum spielt für Familie Minne in diesem Jahr nicht mehr eine so große Rolle wie in den vergangenen Jahrzehnten.