"Bekenntnis zur Inklusion fehlt"

Corona: Sebastian Rehling sieht das Recht auf frühkindliche Bildung verwehrt

Langenhagen (ok). Er ist selbst Vater von zwei Kindern, Mitglied im Jugendhilfeausschuss und im Vorstand der Kita-Landeelternvertretung. Und er fordert Chancengleichheit für Kinder, die seiner Ansicht nach extrem unter der Corona-Pandemie leiden. Rehling spricht von "experimentellen Plänen", die die Kinder zu einem Spielplan politischer Entscheidungen werden lassen.Ihr Reht auf frühkindliche Bildung werde den Mädchen und Jungen seit zwölf Monaten verwehrt. Das habe auch Spuren hinterlassen.
 Der Jugendhilfeträger und die Politik seien zusammen in der Verantwortung die
Folgen der Pandemie abzufangen. So schnell als möglich müssen alle Kinder wieder in einen  eingeschränkten Regelbetrieb gebracht werden.  Ideen und arbeitstägliche Tests in den Einrichtungen sind gefragt, sollten Personal und Räumlichkeiten die Engpässe sein.
Sebastan Rehling weiter: "Wir benötigen verlässliche Statistiken über das Ausmaß und den wirklichen physischen und seelischen Zustand  unserer Kinder. Im Moment fehlt es noch an guten Konzepten und den politischen Willen, diese auch  umzusetzen. Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf." Und ausgerechnet jetzt plane die niedersächsische Landesregierung eine Novellierung des Kitagesetzes und
damit eine Reduzierung der Qualität und des Förderbedarfs in den Einrichtungen. Insbesondere die personelle Verschlechterung und die Festlegung der Mindestkernzeit auf vier  Stunden an fünf Tagen in der Woche sei sehr kritisch zu sehen, da gleichzeitig die bisherige Regelung ersatzlos gestrichen werden solle, die vorsieht, dass in zumutbarer Nähe bedarfsorientiert die  Betreuung von mindestens sechs Stunden an fünf Tagen in der Woche anzubieten sei Auch fehle ein deutliches  Bekenntnis zur Inklusion, das gerade jetzt so wichtig sei.