Besondere Nähe zur Emmauskirche

Freut sich auf sein großes Neujahrskonzert: Ernst Müller vor der Eingangstür der Emmauskirche am Sonnenweg. Foto: K.Raap

Am 18. Januar ab 16 Uhr großes Neujahrskonzert mit Ernst Müller

Langenhagen (kr). Die Idee von Ernst Müller für ein Neujahrskonzert in der Emmauskirche am Sonnenweg kam nicht von ungefähr, hat er doch einen freien Blick von seinem Garten aus auf das nur wenige Meter entfernte Gebäude schräg gegenüber - und das schon seit 64 Jahren. Denn das Gründungsdatum der Kirchengemeinde datiert auf den 1. April 1956. Da lebte der Musikdirektor schon längst in seinem Elternhaus am Sonnenweg, Ecke An der Weide. Mit seinem musikalischen Vorhaben will Müller auch ein Zeichen setzen für die gute Nachbarschaft und „etwas an die Gesellschaft zurückzahlen“. In der Emmauskirche haben sich Ernst und Marlies Müller im August 1964 übrigens auch das Jawort gegeben. Getraut hatte sie damals der unvergessene Seelsorger Achim Seeling, der erste Pfarrer der neuen Gemeinde.
Beim Konzert am Sonnabend, 18. Januar, ab 16 Uhr mit dem „Hausorchester des Prinzen von Hannover“ teilt sich Ernst Müller die musikalische Leitung mit Harald Sandmann, Chef des Blasorchesters der Stadt Langenhagen. Müller hat für knapp zwei Stunden ein echtes Kontrastprogramm zusammen gestellt, wie es unterschiedlicher kaum sein könnte. Zu hören unter anderem das „Ave Maria“ von Charles Gounod, der eine Komposition von Johann Sebastian Bach aus dem „Wohltemperierten Klavier“ verarbeitete. Aus der Oper „Der Evangelimann“ von Wilhelm Kienzl erklingt „Selig sind, die Verfolgung leiden“. Nicht fehlen darf der berühmte „Radetzkymarsch“, der einzige wirklich große Wurf von Johann Strauss Vater. Ähnlich erging es Richard Eilenberg, der sich allein mit der schwungvollen „Petersburger Schlittenfahrt“ ein Denkmal setzte. Schon so etwas wie Kultstatus hat die große, seit vielen Jahren beliebte „Glenn-Miller-Parade“. Als zweifacher Solist interpretiert Martin Williams zwei Sätze aus dem Konzert für Altsaxophon und Blasorchester sowie die bekannte Komposition „Unchained Melody“ des Gesangsduos Rightous Brothers. Eine Uraufführung steuert Ernst Müller mit seiner Komposition „Langenhagener Schützengruß“ bei, die er der Schützen-Gemeinschaft widmete. Auf Vorschlag der politisch engagierten Bürgerin Christa Leske intoniert das „Hausorchester des Prinzen von Hannover“ erstmals die 1895 komponierte Hymne „Brüder zur Sonne zur Freiheit“, ein Lied das aus der russischen Arbeiterbewegung stammt. An der Organisation des Neujahrskonzert beteiligt sich unter der Leitung von Anette Körner auch der „Quartierstreff Wiesenau“. Die Moderation übernimmt wieder Detlef Leonenko. Schirmherr ist „Seine Königliche Hoheit“ Heinrich Prinz von Hannover. Der Eintritt ist frei.