Besonderer Fokus auf den "Notbetrieb"

Lagebesprechung bei der Ausbildung. (Foto: Ch. Klein)

Alle haben den Hubrettungsmaschinisten-Lehrgang bestanden

Langenhagen/Mellendorf. Hoch und weit hinaus ging es für die zwölf Teilnehmer des diesjährigen Hubrettungsmaschinisten-Lehrganges. In mehr als 45 Stunden absolvierten die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren aus Langenhagen, Mellendorf, Altwarmbüchen sowie der Werkfeuerwehr Flughafen Ausbildungsdienste in Praxis und Theorie.
Geleitet wurde der Lehrgang wieder einmal von Stefan Medelnik, der Themen wie Grundlagen zu Fahrzeugnormung und Technik, Unfallverhütungsvorschriften, vorbeugender Brandschutz, Baurecht, Sicherheitseinrichtung der Hubrettungsfahrzeuge, Einsatztaktiken, Anbaugeräte und viele mehr auf dem Stundenplan eingeplant hatte. Besonderen Wert legt Medelnik auf den so genannten "Notbetrieb": Hier wird den Teilnehmern vermittelt, wie eine Drehleiter und speziell die eingesetzten Modelle der Ortsfeuerwehren bei Ausfall zum Beispiel der Elektrik manuell bedient und eingefahren werden kann. "Im Einsatzfall ist dies überaus wichtig!" so Medelnik, "die Fahrzeuge stehen meist in exponierter Lage und bei einem Ausfall muss jeder Handgriff sitzen". Praktisch geübt wurde wie gewohnt direkt im Einsatzgebiet, dem Stadtgebiet Langenhagen, um Alltagssituationen simulieren zu können. Weiterhin standen wieder Objekte der Autobahnmeisterei sowie vom Flughafen zur Verfügung. Medelnik erinnert sich an eine schwierige Anleitersituation, wie sie jeden Tag vorkommen könnte: "in Langenhagen-Brink übten wir an einem elfgeschossigen Hochhaus um hier die maximale Rettungshöhe von 30 Metern zu erreichen, hier waren sowohl die Anfahrt, das Aufstellen auf engstem Raum sowie das Manövrieren des Leiterparkes eine besondere Herausforderung."
Ende Februar stellten die Teilnehmer in der schriftlichen sowie praktischen Prüfung ihr Können unter Beweis. Marcel Hofmann (Zugführer aus Langenhagen) unterstützte Stefan Medelnik bei der Abnahme, Stadtbrandmeister Arne Boy war ebenfalls vor Ort, um sich von den Leistungen zu überzeugen. Am Ende bestanden alle die Prüfung, jetzt geht es darum im Einsatzübungsalltag jede Menge Erfahrungen zu sammeln.