„Besser, als vor der Flimmerkiste zu sitzen“

Haben in den vergangenen Jahrzehnten fleißig Bernstein gesammelt: Renate und Peter Neumann. (Foto: O. Krebs)

Vielseitige und kreative Künstler waren bei Ausstellung zu sehen

Krähenwinkel (ok). Die Ausstellung „Kunst und Handwerk“ der Hobby-Kunstgruppe mit etwa 28 Mitgliedern hat Tradition. Wer sich auf die Suche nach Weihnachtsgeschenken begeben möchte, ist hier genau richtig aufgehoben. Schon seit mehr als 30 Jahren präsentieren die zahlreichen Hobby-Künstler ihre individuellen Schmuckstücke. In diesem waren es 23 und ein Gemeinschaftstisch. Und regelmäßig kommt etwas Neues dazu wie in diesem Jahr zum Beispiel Seifen. Auch Honigprodukte und Kerzen waren wieder im Angebot, dazu gab es gratis Infos über die wichtige Arbeit der Bienen. Nach dem anstrengenden Einkaufsbummel lockten Kaffee und Kuchen zur Stärkung; 45 Torten standen bereit. Kupfer verarbeitet Dietmar Gorbuschin mit einem so genannten Hartlot und einer Temperatur von 800 Grad Celsius. Die Oberfläche lackiert er, sodass sie witterungsbeständig ist. Das Kupfer werde im Laufe der Jahre dunkler. So entstehen nicht nur Dekoartikel, sondern zum Beispiel auch ein praktisches und schönes Vogelhaus. „Da bleibt das Futter auch im Winter trocken“, sagt Gorbuschin lachend, der ursprünglich mal Feinmechaniker gelernt habe. Er liebe Kupfer, weil es einen so warmen Ton ausstrahle und auch draußen leuchte. Kupfer passe sich der Natur an, auch wenn es nachdunkle. Jeder brauche seiner Meinung nach eine Aufgabe. „Das ist besser als vor der Flimmerkiste zu sitzen.“
Diese Einstellung teilen Renate und Peter Neumann natürlich auch. Die beiden Vahrenwalder lieben es maritim. Kein Wunder – stammt Renate Neumann doch aus Lunden in Dithmarschen. Fast 40 Jahre lang hat das Ehepaar Bernstein im Watt vor der schleswig-holsteinischen Halbinsel Eiderstedt gesammelt. Jetzt verarbeitet Peter Neumann die schöne Fundstücke zusammen mit Silber zu Ketten, Ringen und Anhänger.
Ebenfalls ein Fan des Maritimen ist Michael Hannemann aus Krähenwinkel, alljährlicher Stammgast der Ausstellung. Hier finde er immer die passenden Geschenke. Und auch in diesem Jahr verließ Michael Hannemann das Dorfgemeinschaftshaus nicht mit leeren Händen.