„Bestattungen werden immer verschiedener“

Frank Sporleder(von links), Christa Röder, Andreas Mäsing, Bettina Praßler-Kröncke, Elke Zach und Carsten Hettwer auf dem Podium. (Foto: G. Gosewisch)

Diskussion im Ratssaal zeigte Trends und Bürgerwünsche

Langenhagen (gg). Zu einer Diskussion über die Zukunft traditioneller Bestattungsstätten hatten der Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskulturen und die Stadtverwaltung in den Ratssaal eingeladen. Zur Frage, ob und wie sich die Bestattungskultur verändert, äußerten sich auf dem Podium Frank Sporleder (Vorsitzender des Hospizvereins), Christa Röder (Vorsitzendes des Seniorenbeirates), Bettina Praßler-Kröncke (Pastorin der Elisabeth-Gemeinde), Elke Zach (Ratsfrau, Vorsitzende der Stiftung Sternenkinder und Vorstand der Emmaus-Gemeinde) und Carsten Hettwer (Stadtbaurat). Andreas Mäsing, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der deutschen Friedhofskultur, nutzte seine Moderation für lange eigene Meinungsbeiträge. Viele Bürger folgten der Einladung und nahmen an der Veranstaltung als Zuhörer teil - darunter auch, auf Stehplätzen am Rand Bestatter aus Langenhagen. Das führte zur Verwunderung im Publikum. „Das verstehe ich nicht, die Bestatter hätten wertvolle Informationen geben können“, so eine Bemerkung von Pastor Müller-Jödicke aus der Martinsgemeinde in Engelbostel. Insgesamt positiv war seine Einschätzung nach der Veranstaltung, denn sie diene dazu, dass Menschen offener darüber sprechen, was sie sich für ihre eigene Bestattung wünschen. „Ich beobachte eine große Sprachlosigkeit unter den Menschen. Angehörige sind oft überrascht, wenn sie von den Bestattungswünschen erfahren, die nicht selten über den Tod geheim gehalten werden“, weiß Bettina Praßler-Kröncke aus der Elisabethgemeinde.
Antwort zur Frage, wie künftig die Orte aussehen, an denen Menschen trauern können, lieferte Carsten Hettwer. Er gab dem Publikum die Auskünfte, die eigentlich interessierten: Die konkreten Möglichkeiten der Bestattung in Langenhagen und zukünftige Veränderungen mit mehr Vielfalt auf den Friedhöfen.