Bewunderung für Akrobaten der Lüfte

Silke Brodersen stellte den Kindern der Rudi Rotbein Gruppe verschiedene Greifvögel vor. (Foto: K. Woidtke)
 
Nach vielen Laufspielen gab es für die Gruppe eine kleine Pause für ein Erinnerungsfoto. (Foto: S. Brodersen)

Rudi-Rotbein-Gruppe war den Greifvögeln auf der Spur

Langenhagen. Rund um das Thema Greifvögel drehte sich alles beim jüngsten Treffen der Rudi-Rotbein-Gruppe im Wietzepark. Betreuerin Silke Brodersen hatte extra für diesen Termin Präparate von Sperber, Mäusebussard und Habicht aus dem Schulbiologiezentrum Hannover mitgebracht und konnte den Kindern gemeinsam mit Christine Pracht allerhand Spannendes aus dem Leben der Greifvögel berichten.
Zu Beginn stellte sie den "Vogel des Jahres 2015" vor. Der Habicht ist ein Waldbewohner und Ansitzjäger, der auf einem Baum oder in einem Gebüsch sitzt und dort auf seine Beute wartet. Durch seinen Körperbau kann er schnell starten und besonders wendig fliegen. Silke Brodersen zeigte den Kindern den langen Schwanz des Habichts, an dem er gut vom Mäusebussard zu unterscheiden ist. Im Gegensatz zum scheuen Habicht ist der Mäusebussard oft am Himmel zu beobachten, wenn er dort seine Kreise zieht. Der Sperber sieht dem Habicht zum Verwechseln ähnlich. Er ist allerdings kleiner und zierlicher. Interessiert schauten sich die Kinder die kräftigen Krallen, den spitzen, gebogenen Schnabel und die scharfen Augen an.
"Wisst ihr, warum Eulen fast lautlos fliegen können?" wollte Silke Brodersen von den Kindern wissen und konnte am Präparat eines Waldkauzes den besonderen Federaufbau erklären. "Eulen haben ganz weiche Federn, so dass es kaum zu Reibungsgeräuschen mit der Luft kommt", erklärte sie, "Dadurch können sie ihre Beute überraschen." Ganz anders dagegen jagt der Falke, der im Rüttelflug am Himmel steht und von dort Ausschau nach Mäusen und anderen Beutetieren hält. "Falken haben sich gut an das Leben in der Stadt angepasst. In Langenhagen brüten Turmfalken seit Jahren am Wasserturm im Eichenpark", berichtete die Betreuerin.
Nach so vielen spannenden Informationen zu den Greifvögeln flitzten die Kinder zur Wiese, um dort ihre Sportlichkeit und ihr Geschick bei passenden Spielen zum Thema zu zeigen. "Da oben ist ein Falke!" hieß es auf einmal und tatsächlich entdeckte die Gruppe am Himmel einen Falken, der rüttelnd auf der Stelle flog und seinen Blick auf der Suche nach Beute nach unten auf die Wiese richtete. Bei dem starken Wind war das ziemlich anstrengend und immer wieder flog der Falke in ein Gebüsch, um dort auszuruhen. Gespannt beobachteten die Kinder den Greifvogel, ehe sie mit Betreuerin Christine Pracht das erste Spiel starteten. In einem Staffellauf ging es in drei Gruppen mit ihrer Beute im Slalom zwischen Bäumen hindurch. Dabei durfte das Stofftier, das als Futter für die Brut gedacht war, nicht verloren werden und die Kinder konnten zeigen, dass sie mindestens so wendig und schnell flitzen können wie ein Habicht fliegen kann. "Versucht einmal eine Erdnuss mit den Zehen zu greifen!" forderte sie anschließend die Kinder auf und verteilte Erdnüsse auf der Wiese. Unter Gekicher wurden Schuhe und Strümpfe ausgezogen und die kleinen Greifvögel schnappten sich geschickt ihre Beute mit den Zehen. Die Beute von einem Fuß zum anderen weiterzugeben war da schon etwas schwieriger. Beim nächsten Fangspiel konnten die Kinder wieder laufen und gemeinsam mit den Erwachsenen in die Rollen von Habicht, Taube und Kaninchen schlüpfen. Zum Abschluss des spannenden Nachmittags durften die "jungen Habichte" weiße Mäuse naschen. Spielerisch lernte die Rudi-Rotbein-Gruppe so das Leben der Greifvögel kennen, und am Abend sind sicher viele Kinder müde in ihre Betten gefallen.