BfK übt sanften Druck aus

Kaltenweider Verein will sich von Telekom nicht einfach abspeisen lassen

Kaltenweide (ok). Im Westen nichts Neues – ein bekannter Romantitel des Autors Erich Maria Remarque. Übertragen auf den Norden Langenhagens könnte es abgewandelt heißen – im Norden nichts Neues. Genauer gesagt, was den Breitbandausbau in Hainhaus und der Siedlung Twenge betrifft. Nach Ansicht des Vereins Bürger für Kaltenweide (BfK) ist die Situation unklarer als je zuvor. Dem Verein, der sich jetzt mit einem offenen Brief an die Deutsche Telekom gewandt hat, ist völlig schleierhaft, warum aus den Details zum Breitbandausbau so ein Geheimnis gemacht und mit der Stadt Langenhagen Stillschweigen über Gespräche vereinbart worden ist. Denn: Bereits im Dezember sei von „Feinplanungen“ die Rede gewesen. Der BfK hatte die Verhandlungen mit Telekom-Mitbewerber htp geführt, eine Bedarfsanalyse initiiert. Florian Windeck vom Verein BfK: „Vor allem die Bürgerinnen und Bürger in Hainhaus und der Siedlung Twenge haben ein berechtigtes Interesse zu erfahren, wann die Deutsche Telekom die Zusagen vom 20. Dezember 2014 in die Tat umsetzen möchte.“ Florian Windeck übt heftige Kritik an dem Telekommunikationsriesen in magenta: „Es kommt in keinster Weise positiv an, dass Ihr Unternehmen die angesprochenen Bereiche jahrelang unberücksichtigt lässt, einen auf Initiative unseres Vereins und durch den Ortsrat Kaltenweide Anfang 2014 initiierten Info-Abend ignoriert, im Nachgang zu dem Info-Abend keinen Dialog mit der Politik oder uns sucht, gut acht Monate später einen engagierten Mitbewerber ausbremst, den Bürgerinnen und Bürgern erst Hoffnung auf 'Besserung' macht und stand heute, alle Parteien (Politik, Bürger und Bürgerverein) im Unklaren darüber lässt, wie es in der nahen Zukunft mit den genannten Ortschaften weitergeht.“
Und weiter: „Wir wären sehr dankbar zu erfahren, ob sich die Situation noch immer wie oben beschrieben darstellt, oder ob es in der Projektierung bereits Fortschritte gegeben hat und mittlerweile schon Details zu möglichen Terminen vorliegen. Sofern 'externe Einflüsse' die Planungen oder den Ausbau behindern, wären wir sehr daran interessiert mehr zu den Hintergründen zu erfahren.“