Bienen, Windräder und Bach

Sind mit ihrer Darstellung alternativer Energie auf dem Verteilerkasten an der Ecke Heinrich-Heine-Straße/Bachstraße fast fertig: Leoni Hesse (von rechts), Emely Röder und Malek Khoudeir. Foto: A. Wiese
 
Diese Jugendlichen haben in der Bachstraße einen Bach-Kasten gestaltet. Foto: A. Wiese

Jugendliche setzen „Aus Grau mach Bunt" beeindruckend um

Langenhagen (awi). „Aus Grau mach Bunt" – dieser Slogan ist in Langenhagen bereits ein Begriff: Grauen Schaltkästen werden von Jugendlichen mit bunten Motiven versehen. In Zeiten von Corona hat sich die Kulturstiftung Langenhagen in Kooperation mit
der Deutsche TELEKOM Technik GmbH und der Enercity Netz GmbH sowie der Stadt Langenhagen – Städtebauprogramm Wiesenau-Sozialer Zusammenhalt Integrationsstelle der Stadt Langenhagen, Abteilung Kinder, Jugend, Schule und Kultur und dem Jugendzentrum im Haus der Jugend und nicht zuletzt dem Johanniter-Nordhannoverscher Ortsverband zusammen getan, um das Projekt unter Leitung von Ulrike Jagau und Gabriele Spier in die Tat umzusetzen. Die künstlerische Leitung hat Jonas Wömpner übernommen und in der letzten vollen Ferienwoche kurzfristig einen Workshop „StreetArt – Aus Grau wird Bunt“ unter Corona-Regeln veranstaltet. Täglich von 10 bis15 Uhr trafen sich die Jugendlichen für die Aktion. Im Jugendtreff am Langenforther Platz machten sie Mittagsopause.
im Gebiet Wiesenau wurden TELEKOM-Schaltkästen im Rahmen der Aktion „Aus Grau wird Bunt“ von den Jugendlichen unter künstlerischer Anleitung gestaltet und erstmals auch zwei Kabelverteilerschränke von Enercity bunt gestaltet. Zuerst entwarfen die Jugendlichen die Motive, übermittelten ihre Entwürfe dann den Verantwortlichen von TELEKOM und ENERCITY zur Freigabe und zum förmlichen Abschluss von Rahmenvertraägen und konnten anschließend ans Werk gehen. Hochmotiviert waren  Ayman, Basil, Emely, Leoni, Levin, Malek, Murat und Paul bei der Sache. „Aus Grau mach Bunt" ist ein integratives Projekt für Jugendliche aus verschiedenen Religionen und gesellschaftlichen Bezügen. - Langenhagener Jugendliche, insbesondere jugendliche Geflüchtete lernen gemeinsam moderne Kunstmethoden kennen und verstehen und werden dabei von einem ausgewiesenen Künstler angeleitet . Vor allem aber verbessern sie durch ihre Gestaltungen das Erscheinungsbild ihrer Stadt. Sie lernen Jugendliche aus anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen kennen und verstehen und können Teile der Ferien aktiv und kreativ verbringen, besonders wenn sie aus finanziellen oder anderen Gründen insbesondere auch in Corona-Zeiten nicht verreisen können. Das Thema für den aktuellen Workshop lautete im weitesten Sinne "Energie": Den Verteilerkasten an der Heinrich-Heine-Straße gegenüber der Einmündung Sonnenweg zieren jetzt Sonnenblumen und eine Biene, Windräder im Meer bei Sonnenuntergang zieren den Kasten Ecke Heinrich-Heine-Straße/Bachstraße. Eine Windmühle ist auf dem Kasten der Heinrich-Heine-Straße/Ecke Sonnenweg zu sehen. Vor der Bachstraße 14 ist das Motiv ganz dem Komponisten und Namensgeber der Straße Johann Sebastian Bach gewidmet, sogar ein paar Original-Noten aus einer Bach-Komposition haben Platz gefunden auf dem ansonsten doch sehr modern gestalteten Entwurf. Das Projekt mache ihnen großen Spaß versicherten Emely und Leoni stellvertretend für ihre Mitstreiter und schüttelten schon wieder ihre Spraydosen, um weiter zu machen.