Bis zu den Knöcheln im Wasser

Die ganze Wohnung war überflutet. Die Ursache war offensichtlich ein geplatzter Flex-Schlauch.

Streit zwischen Mieterin und Hausverwaltung nach immensem Wasserschaden

Langenhagen (ok). Schock für eine vierköpfige Familie aus der Bahnhofstraße: Als die zweifache Mutter am Sonnabendnachmittag nach einem Ausflug in ihre Wohnung zurückkam, traf sie fast der Schlag. Das Wasser stand ihr bis zu den Knöcheln; das Wasser habe sich seinen Weg in die Wohnungen darunter und ins Treppenhaus gesucht. In der ganzen Wohnung musste der Fußboden rausgerissen und das Wasser abgepumpt werden. Sofort habe sie den Hausmeister angerufen, der habe aber weder geholfen noch eine Firma beauftragt. Schuld an der ganzen Misere habe die Eden-Hausverwaltung, die für die Wohnblocks in der Gegend zuständig sei. Mit der liegt die Familie schon seit längerem im Rechtsstreit, hat wegen des „schlechten Gebäudezustands“ bereits die Miete gekürzt. Die zuständige Mitarbeiterin weist die Vorwürfe allerdings weit von sich: Ein Flexschlauch unter der Spüle habe den Schaden verursacht; für die Reparatur sei der Mieter zuständig. Der Schaden müsse der Hausverwaltung gemeldet werden. Den Vorschlag, ins Hotel zu ziehen, hat die Familie wegen der Höhe der Kosten abgelehnt. Die Eden-Hausverwaltung wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe, dass sie sich nicht um ihre Objekte kümmere. Erst in der vergangenen Woche habe er bei der betroffenenen Mieterin den Spülbogen des Spülkastens erneuert. „Wir nehmen Meldungen unserer Mieter ernst und reagieren zeitnah“, sagt die Mitarbeiterin. Das kann ein ehemaliger Mieter im Gespräch mit dem ECHO allerdings nicht bestätigen. Er habe auch einmal in einem der Objekte gewohnt und trotz Ankündigung sei in zweieinhalb Jahren nichts passiert, noch nicht einmal die Türen seien gestrichen worden. Und auch bei Problemen mit der Therme habe sich niemand gekümmert.