Blumenwasser erst nach den Eisheiligen?

Stelen, die zwar schick aussehen aber zur Pflanzsaison kein Wasser liefern, erfüllen ihren Zweck eher nicht.Foto: O. Krebs

Verwaltung will flexibel auf Pflanzsaison auf den Friedhöfen reagieren

Langenhagen (ok). Sie sehen verglichen mit den älteren Brunnen schon schick aus, glänzen richtig, wenn die Sonne draufscheint. Nur: Die Stelen, die auf dem Friedhof Imhoffstraße und teilweise auch auf den Ruhestätten an der Grenzheide und in Kaltenweide stehen, haben einen gravierenden Nachteil, wenn sich akribisch an die Vorgaben der Herstellerfirma gehalten wird. Die empfehle in ihrer Produktbeschreibung, so die Auskunft von Stadtsprecherin Juliane Stahl, „die Wasserversorgung erst nach den Eisheiligen anzustellen, um so durch Frost bedingte Schäden an den empfindlichen Mechanismen innerhalb der Stelen zu vermeiden.“ Die Bauernregeln besagen: „Ehe nicht Pankratius, Servatius und Bonifatius vorbei, ist nicht sicher vor Kälte der Mai.“ Das wäre in diesem Jahr vom 11. bis 15. Mai. Was die Pflanzsaison angeht, allerdings viel zu spät. Die Stadtverwaltung will deshalb nach Auskunft Stahls nach dem Winter flexibel reagieren und die Wasserstelen je nach Witterungsprognose so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen. So lief das Wasser an den wärmeren Tagen Ende März bereits schon wieder, als aber zum Monatswechsel wieder mit Nachtfrost gerechnet werden musste, wurde sie für zwei Tage quasi auf Eis gelegt. Juliane Stahl: „Vor Einstellung der Wasserversorgung sind die Tauchbecken gefüllt worden, sodass in einem begrenzten Umfang Wasser zur Verfügung stand.“ Jetzt sollen die Stelen aber dauerhaft bis zm nächsten Winter in Betrieb bleiben.
Dass es auf einigen Friedhöfen zwei unterschiedliche Varianten der Wasserversorgung gibt, ist übrigens Folge eines kontiniuierlichen Austauschs der Tauchbecken – wegen des Alters und der daraus resultierenden Folgekosten, etwa für die Abdichtung. Einen weiteren Grund nennt die Stadtsprecherin: „Die nach oben offenen Gefäße haben den Nachteil, dass sich in ihnen Unrat und Schmutz sammeln kann. Das Wasser kann dann verunreinigt sein.“