Blut spenden - nachhaltig schenken!

Die Vorweihnachtszeit ist Spendenzeit. Doch in Zeiten knapper Kassen wägen immer mehr Deutsche ab, was und wofür sie spenden. Unser Tipp: Schenke Leben, spende Blut. Diese lebensrettende Spende erfordert kaum Zeit, keinen finanziellen Aufwand und der kleine Pieks tut auch nicht weh, wie Befragungen zeigen.
Die Entwicklung zur Konsum- und Individualgesellschaft, so die verbreitete These, führt zu mehr Egoismus und abnehmender Einsatzbereitschaft für das Gemeinwohl. Die Praxis beim Blutspenden zeigt aber, dass dem nicht in allen Bereichen so ist und liefert den Beweis, dass es den Blutspendern darum geht, ganz persönlich einen Beitrag für eine gute und lebensrettende Sache zu leisten. Das wird auch durch eine aktuelle Umfrage bestätigt, das das Münchner IMAS Institut im Versorgungsgebiet des DRK-Blutspendedienst NSTOB (zuständig für die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bremen) organisiert hat. Die dort nach ihrer Motivation befragten Blutspender gaben mit deutlicher Mehrheit „Menschen helfen, etwas Gutes tun, Leben retten“ als spontan assoziierte Gründe für die freiwillige und unentgeltliche Blutspende beim DRK an. Deutlich abgeschlagen rangieren medizinische Aspekte wie: „Blutanalyse“, „Blutwerte checken und erfahren“ und „ob man gesund ist“.
Bei einer genaueren Betrachtung der Blutspende-Motive kann als Ergebnis festgehalten werden, dass fast 90 Prozent der Befragten „anderen Menschen das Leben retten“ als Grund für die Blutspende angaben. Aber auch die Gründe, „etwas Sinnvolles für die Mitmenschen oder die Gesellschaft tun“, „das gute Gefühl geholfen zu haben“ und „der Gedanke, selbst einmal auf Fremdblut angewiesen zu sein“, wurden von rund 80 Prozent der Befragten als maßgeblich für die Blutspende angegeben.
Dazu Thomas Bischoff vom DRK-Blutspendedienst NSTOB: „Unsere Blutspender sind der beste Beweis dafür, dass es eben nicht bei allen Dingen im Leben nur ums Materielle geht. Die Blutspende hat einen universellen Charakter, da sie unabhängig vom gesellschaftlichen Status ist. Jeder kann in die Lage kommen, auf Hilfe durch das Blut anderer angewiesen zu sein, und Jeder kann mit seinem Blut anderen helfen, da gibt es keine Barrieren. Zudem ermöglicht die Blutspende jedem, auch ohne finanziellem Aufwand, einen lebensrettenden Beitrag zu leisten.“
Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren Blut spenden. Blutspenden ab einem Alter von 69 Jahren sind nach individueller Entscheidung der Ärzte des DRK-Blutspendedienst NSTOB auch möglich. Frauen können vier Mal, Männer sogar 6 Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens acht Wochen liegen. Mitbringen sollten die Blutspenderinnen und Blutspender ihren Unfallhilfe- und Blutspenderpass, bei Erstspendern reicht ein amtlicher Lichtbildausweis.
Detaillierte Informationen zur Blutspende sowie zu den aktuellen Blutspendeterminen sind unter der kostenlosen Spender-Hotline (0800) 1 19 49 11 oder im Internet unter der Adresse www.blutspende-nstob.de abrufbar.