Bodenrichtwerte steigen erheblich

Individueller Wert eines Grundstücks ist dabei unbestimmt

Langenhagen (gg) Nachdem zum Stichtag 1. Januar diesen Jahres der Gutachterausschuss für Grundstückswerte die Bodenrichtwerte für das Stadtgebiet Langenhagen festgestellt hat, gibt die Stadtverwaltung nun eine entsprechende Drucksache zur Information in die Ortsräte. Hier der Wortlaut der Drucksache: Basis für die Feststellung der Bodenrichtwerte bildet die vom Katasteramt geführte amtliche Kaufpreissammlung. Da die Bodenrichtwerte nur Durchschnittswerte auf der Grundlage von Grundstücksverkäufen innerhalb eines bestimmten Gebietes (Bodenrichtwertzone) sind, kann der individuelle Wert eines Grundstücks dennoch erheblich abweichend von der durch den Gutachterausschuss getroffenen Feststellung sein.
Im Vergleich zum Jahr 2017 haben sich in allen Ortsteilen im Bereich der Wohnbauflächen die Bodenrichtwerte erhöht (Euro pro Quadratmeter): Altenhorst von 160 auf 170, Engelbostel von 175 bis 215 auf 185 bis 240, Godshorn von 240 auf 260, Hainhaus von 160 auf 175, Kaltenweide von 185 auf 200, Krähenwinkel von 155 auf 170, Wohngebiete Langenhagen von 130 bis 225 auf 140 bis 250, Kernstadt gleichbleibend 380, Maspe von 120 auf 130, Schulenburg von 175 bis 215 auf 185 bis 240, Siedlung Twenge von 160 auf 175 und Twenge von 120 auf 130.
Bei den gewerblich genutzten Flächen sind die Bodenrichtwerte im Wesentlichen unverändert – bei den gewerblichen Bauflächen in Godshorn ist, bezogen auf eine Größe von 5.000 Quadratmeter, eine Steigerung von 115 auf 120 Euro pro Quadratmeter zu verzeichnen. Auch im Airport Business Park ist der Bodenrichtwert für Gewerbegrundstücke mit einer Bezugsgröße von 50.000 Quadratmeter von 70 auf 75 Euro gestiegen, auch beeinflusst durch die im Jahre 2017 erfolgten städtischen Veräußerungen von Gewerbeflächen an der Erdinger Straße.
Die Richtwerte für landwirtschaftliche Flächen sind bezogen auf die Ackerflächen bei 2,80 Euro pro Quadratmeter unverändert. Bei Grünland beträgt der neu festgestellte Bodenrichtwert 1,90 Euro Pro Quadratmeter gegenüber bislang 1,65 Euro pro Quadratmeter. Hier hat gegenüber dem Vorjahr wieder ein Anstieg stattgefunden, der sich dem bundesweit anhaltenden Trend auf Kaufpreissteigerung auch für Grünflächen anpasst.