Brachliegendes Areal neu entwickeln

Offener Brief an den Stadtbaurat der Stadt Langenhagen

Kaltenweide. Der Verein "Bürger für Kaltenweide" hat sich mit einem offenen Schreiben an Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer gewandt. In dem Schreiben an den Stadtbaurat formuliert der Verein mehrere Fragen zu einem Areal mit alten Gewächshäusern im Westen von Kaltenweide an der Kananoher Straße, die seit Jahren verfallen. Der überwiegende Teil des Areals wird seit Jahren nicht mehr bewirtschaftet, die Gewächshäuser verfallen und werden zum Teil von der Natur zurückerobert. Städtebaulich und auch für die Anlieger ist dieses Areal sicherlich keine Augenweide und bietet bestimmt Möglichkeiten einer Neu-Entwicklung. Die Frage die sich die Mitglieder des Vereins stellen ist, warum die Fläche in Planungen der städtebaulichen Entwicklung zum Beispiel dem ISEK nicht mit einbezogen wurden. Auch wenn der BfK einer Erweiterung von Kaltenweide aufgrund der in 2015 formulierten, nicht gelösten infrastrukturellen Probleme weiterhin ablehnend gegenüber steht, bittet der Verein um eine Antwort von Langenhagens Stadtbaurat, aus welchen Gründen in Kaltenweide augenscheinlich zuerst nach neuem Bauland gesucht wurde, anstatt bebaute, jedoch brach liegende Flächen neu zu entwickeln oder durch die Änderung von Flächennutzungsplänen umzuwidmen. Auch die Frage nach Möglichkeiten einer Renaturierung der Fläche stellt der Verein in dem Schreiben an Carsten Hettwer.
Nachfolgend das Schreiben des Vereins "Bürger für Kaltenweide" im Wortlaut:
"Sehr geehrter Herr Hettwer,
Sie stehen gemeinsam mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor der Aufgabe, neuen Wohnraum in Langenhagen schaffen zu müssen. Sicherlich nicht immer zu Freude betroffener Anlieger, wie etwa die Diskussion um die Erweiterungsflächen in Kaltenweide, nördlich der Altenhorster Straße zeigt.
Im Zuge der Diskussionen um die Ausweisung von neuem Bauland stellen wir uns die Frage, warum in Kaltenweide zuletzt augenscheinlich zuerst nach neuem Bauland gesucht wurde, anstatt bebaute und versiegelte, jedoch brach liegende Flächen neu zu entwickeln oder durch die Änderung von Flächennutzungsplänen umzuwidmen.
Konkret sprechen wir die alten, verfallenden Gewächshäuser im westlichen/alten Teil von Kaltenweide, nördlich der Kananoher Strasse an. Der überwiegende Teil der Gewächshäuser wird seit Jahren nicht mehr bewirtschaftet, verfällt und wird zum Teil bereits von der Natur zurückerobert.
Städtebaulich und auch für die Anlieger ist dieses Areal sicherlich keine Augenweide und bietet bestimmt Möglichkeiten einer Neu-Entwicklung.
Uns ist nicht entgangen, dass der Eigentümer über einen längeren Zeitraum das Areal in Immobilienportalen zum Kauf angeboten hat. Nach unseren Informationen soll es mittlerweile sogar einen neuen Eigentümer geben, der mit seinen Wünschen einer Neu-Entwicklung der Flächen an die Verwaltung herangetreten sein soll, dabei jedoch keine positive Resonanz erhalten hat. Auch wenn wir einer Erweiterung von Kaltenweide aufgrund der nicht gelösten infrastrukturellen Probleme (https://www.buerger-fuer-kaltenweide.de/blog/bfk-v...) weiterhin ablehnend gegenüber stehen, würden wir sehr gerne verstehen, warum die Fläche an der Kananoher Strasse in Planungen der städtebaulichen Entwicklung zum Beispiel dem ISEK nicht mit einbezogen wurden und Gespräche mit dem Eigentümer über die Neu-Entwicklung der Flächen nicht erfolgreich verlaufen sind.
Was spricht gegen die Neu-Entwicklung des angesprochenen Areals zur Steigerung der Attraktivität des Ortsteils Kaltenweide und der Schaffung von neuem Wohnraum ohne zusätzliche Flächen zu erschließen und weitere, zusätzliche Flächenversiegelungen vorzunehmen?
Sofern eine Änderung des Flächennutzungsplans nicht möglich ist, welche Möglichkeiten hat die Verwaltung der Stadt Langenhagen, den/die Eigentümer des Areals dahingehend zu bewegen, die Ruinen zu entfernen und das Areal zu renaturieren?
Wir wären sehr gerne mit Ihnen in den persönlichen Dialog getreten und hatten geplant, Sie zu einer unserer nächsten Vereinssitzung einzuladen. Aufgrund der aktuellen Situation rund um die COVID-19 Epidemie, mussten auch wir leider auf unbestimmte Zeit unsere Sitzungen absagen.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns unsere Fragen schriftlich beantworten könnten und wir den persönlichen Dialog nachholen, wenn die Lage es wieder zulässt.
Noch ein Wort zu dem von uns gewählten Verteiler: Wir vom Verein 'Bürger für Kaltenweide' arbeiten in jeglicher Form transparent, nicht nur in Richtung unserer Mitglieder, sondern auch darüber hinaus. Da in dem von uns angesprochenen Anliegen letztendlich auch der Ortsrat Kaltenweide sowie die Mitglieder des Rates der Stadt Langenhagen in eventuelle Entscheidungen einbezogen werden (müssen), haben wir den Verteiler entsprechend gewählt."