Brillensammelaktion geht weiter

Sammeln kräftig weiter: Dieter Bergmann (von links), Petra Voigt, Claudia Koch, Karl Heinz Range, Friederike Erhart und Carlo Wagner.

win übergibt gesammelte Brillen und Hörgeräte an Projektpartner

Langenhagen. Die Idee kam von Vorstandsmitglied Dieter Bergmann und wurde zum großen Erfolg: Der Verein win sammelte von Febuar bis September 2019 über 6.000 abgelegte Brillen und Hörgeräte, um sie an den Projektpartner „Brillen weltweit“ zu überreichen. „Wir haben viel mehr Brillen gesammelt, als wir gedacht haben.“, sagt Claudia Koch, Quartiersmanagerin in Wiesenau. Deshalb kam es nicht in Frage, die Kartons nach Koblenz zu der Sammelstelle von Brillen weltweit zu verschicken – kurzerhand machte sich das win – Team auf den Weg, um sich das Projekt vor Ort anzuschauen.
Dieter Bergmann, der als Ehrenamtlicher im Quartierstreff Wiesenau in der Flüchtlingsarbeit aktiv ist, hatte die Idee zu der Sammelaktion. Und bewies einen langen Atem: Denn erst einmal musste ein geeignetes Projekt gefunden werden, das die Menschen, die auf eine Spende angewiesen sind, auch bestmöglichst versorgt. Dieter Bergmann klapperte verschiedene Hilfsorganisationen ab und nahm letztendlich Kontakt zu Carlo Wagner auf, der Brillen weltweit entwickelt hat. Und dann startete die Sammelaktion: Regionsweit konnten die Menschen in den Servicestellen der KSG Hannover GmbH ihre abgelegten Brillen abgeben.
Das Team von win packte dann nach einigen Monaten Sammelphase einen Kleinbus und machte sich auf den Weg nach Koblenz. Dort gab es eine Besichtigung der Projekträume durch Carlo Wagner, der auch den ganzen Verlauf erläuterte.
Die Brillen werden in Kooperation mit dem Jobcenter von langzeitarbeitslosen Menschen aufgearbeitet und verpackt. Täflich verlassen etwa 6.000 Brillen die Räumlichkeiten mit dem Ziel „weltweit“. Vor Ort bekommen die Menschen dann die Brillen und Hörgeräte möglcihst passgenau zur Verfügung gestellt. Die Vertreter von win freuten sich über den kleinen Beitrag, der geleistet werden konnte. „Wir machen weiter, weil es Sinn mach.“, sagt Quartiersmanagerin Claudia Koch. Brillen und Hörgeräte können weiterhin im Quartierstreff abgegeben werden.