Bunt statt blau

Beste Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch gesucht

Langenhagen. Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto starten die DAK-Gesundheit und Schirmherrin Carola Reimann jetzt offiziell ihre Kampagne „bunt statt blau“ 2021 zur Alkoholprävention in Langenhagen. Im zwölften Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Der Hintergrund: Nach neuester Statistik kamen 2018 bundesweit fast 20.500 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. In Niedersachsen waren es 1.917 Betroffene. Es gab somit fast keinen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Experten fordern deshalb weiter eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.
Verbunden mit der Kampagne ist die „Aktion Glasklar“, die seit 18 Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt. „Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten im Schulalltag diskutiert werden“, sagt Stefanie Gödecke von der DAK-Gesundheit in Langenhagen. „Bei ‚bunt statt blau‘ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders.“
„Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass junge Menschen weiterhin für den richtigen Umgang mit Alkohol sensibilisiert werden“, bekräftigt Sozialministerin Carola Reimann. „Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist es wichtig, das Thema Alkohol trinken zu thematisieren. Der Konsum des Alkohols hat sich von den Clubs in das private Umfeld verlagert, wo Corona-bedingt in kleinen Gruppen oder auch allein Alkohol getrunken wird. Hier können die Grenzen zwischen Genuss und Gewohnheit schnell verwischen und zur Gefahr werden. Ich übernehme gerne auch für 2021 wieder die Schirmherrschaft für die Kampagne „bunt statt blau“. Die Kampagne leistet hier seit Jahren einen wertvollen Beitrag, um Kinder und Jugendliche auf die Gefahren des Alkohols aufmerksam zu machen.“
Seit 2010 haben bundesweit mehr als 110.000 Schüler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt.
Auch im Jahr 2021 winkt den Schülern, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, ein Instagram-Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, hat die Chance auf ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro.
Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 30. April. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im September wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, und DAK-Vorstand Andreas Storm sowie dem Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) aus den 16 Landessiegern die Bundessieger. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es unter: www.dak.de/buntstattblau