CDU-Fraktion über Wertstoffhof irritiert

Langenhagen (gg). Die öffentliche Bekanntmachung der Aha, den seit Jahren in Aussicht stehenden Wertstoffhof noch in diesem Jahr realisieren zu wollen, irritiert die CDU-Fraktion. Ihr Vorsitzender Mirko Heuer schreibt in einer Pressemitteilung: „Grundsätzlich begrüßt die CDU-Fraktion natürlich, dass es jetzt in Bissendorf einen Wertstoffhof für das nördliche Regionsgebiet geben soll, allerdings hätten wir diesen viel lieber auf Langenhagener Gebiet am Kiebitzkrug gesehen...Die Verwaltung hat es noch nicht einmal für nötig gehalten, uns über das Aus für den Langenhagener Standort zu unterrichten, diese Entscheidung haben wir erst über die Presse erfahren. Bürgermeister Fischer hat den politischen Auftrag ignoriert.“ Das ECHO berichtete über die Präsentation der Aha zum geplanten Standort des Wertstoffhofs in Bissendorf am 10. Februar. Verbandsgeschäftsführerin Kornelia Hülter machte deutlich, dass die Aha aus wirtschaftlichen Gründen den Standort am Kiebitzkrug nicht mehr bevorzugt. „Es sind privatrechtliche Verhandlungen, die die Aha führt, um das Grundstück für den Wertstoffhof zu erwerben. Sie entscheidet nach eigenen wirtschaftlichen Interessen“, erklärt Stadtsprecher Roman Sickau auf Anfrage des ECHOS. Daher kann er den Vorwurf von Heuer nicht verstehen. Bürgermeister Fischer habe der Aha den Standort am Kiebitzkrug empfohlen, ihn auch beworben und damit sehr wohl den politischen Auftrag erfüllt. Heuer mahnt an, dass dabei Verwaltungsaufwand und Kosten entstanden sind, etwa über die Erstellung von Planverfahren. „Das ist richtig“, bestätigt Sickau und weiter, „das ist vertretbar und notwendig, wenn für einen Standort geworben wird.“ Für den geplanten Standort des Wertstoffhofs in Bissendorf ist noch kein Grundstückskauf abgewickelt worden. Wie berichtet, muss erst einmal ein Gremienprozess in Gang kommen, der die endgültige Entscheidung zum Standort am 10. April bringen soll. „Da der Standort im Gebiet der Gemeinde Wedemark liegt, sind Langenhagens Rat und Verwaltung aus der Sache raus“, erklärt Sickau.