Clever kochen fürs Klima

Erst die Arbeit: Anina (von links), Anna, Milena, Wena und Donia schnippeln Obst und Gemüse. (Foto: D. Lange)

Eisbärenklasse zaubert gesunde Leckereien auf den Tisch

Langenhagen (dl). Die Drittklässler der Eisbärenklasse in der Friedrich-Ebert-Schule haben im Rahmen ihres Projekttages nicht nur festgestellt, wie man kreativ und mit wenig Aufwand kleine, gesunde Leckereien zaubern kann. Sie haben auch, was fast noch wichtiger erscheint, etwas über den Zusammenhang von Klima und Ernährung erfahren. Am Anfang ihres Projekttages Clever kochen fürs Klima, durchgeführt vom Umweltzentrum Hannover, stand für die Kinder zunächst also etwas Theorie auf dem Plan. Darin ging es in erster Linie um die ökologischen Zusammenhänge von Ernährung und Klimaschutz. Statt also ressourcenfressender Anbaumethoden und langen Transportwegen, teils um die halbe Welt, stellen regionale und saisonale Produkte aus möglichst biologischem Anbau die bessere, weil gesündere und ökologisch sinnvollere Alternative dar. Das leuchtet den Kindern ein, so sehr, dass sie auch zu Hause ihre Eltern drängen, frisches Obst und Gemüse aus der Region zu kaufen. Beispielsweise auf dem Wochenmarkt. Nach den theoretischen Aspekten von Ernährung und Klimaschutz aber geht es für die Kinder endlich ans Eingemachte. Obst und Gemüse, überwiegend aus regionalem Anbau schnippeln, Brot schneiden, den vorbereiteten Brotaufstrich pürieren und Obststückchen auf kleine Spieße stecken. Erst wenn alles fertig und das Buffet aufgebaut ist, essen die Kinder das, was sie selbst zubereitet haben. Dabei stellen sie fest, wie gut frisches Obst und Gemüse schmecken kann. Die Nachhaltigkeit solch „kulinarischer“ Projekttage betont auch der Klassenlehrer der 3d, Olaf Klein: „Das, was sie hier erfahren haben, behalten die Kinder in Erinnerung, nehmen es mit nach Hause und indem sie das Gelernte dort in ihrem Sinne umsetzen, verändern sie nicht nur den häuslichen Ernährungsplan, sondern auch den Inhalt ihrer Brotdosen.“ Möglich gemacht wurde dieses mithilfe der mobilen Küche des Umweltzentrums Hannover, das auf Anfrage in die Schulen kommt. Emma Leiss vom Umweltzentrum geht es mit der Initiative darum, Impulse zu setzen, bei den Kindern frühzeitig das Interesse und das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung zu fördern sowie den direkten Zusammenhang zwischen Herkunft, Anbau und Transport der Lebensmittel und der Klimaentwicklung deutlich zu machen.