`Dabei sein` war grandios

Nina Brodersen wird die Zeit in London unvergesslich bleiben.

Zwei Langenhagenerinnen in London

Langenhagen. Ihren Bundesfreiwilligendienst hat sie bald geschafft. Die 18-jahrige Nina Brodersen spielt noch bis Ende des Monats das Mädchen für alles bei Sparta Langenhagen. Ein Jahr lang hat sie sich dann der Jugendarbeit, Platzpflege oder auch der Büroarbeit gewidmet.
Im vergangenen November gab es eine Ausschreibung, bei der sich Freiwillige im Sport aus ganz Niedersachsen auf ein paar wenige Plätze für ein Olympisches Jugendlager „Sportjugend goes London“ bewerben konnten. Kurz darauf stand fest: Nina Brodersen fährt zu den Olympischen Spielen nach London! Die von der Sportjugend NRW organisierte Reise ging nach Woodbridge nordöstlich von London, wo die Teilnehmer in einem Privatcollege untergebracht worden sind.
Besonders aufregend war es für Nina live bei den Wettkämpfen dabei zu sein. Jeder Teilnehmer bekam zwei Tickets zugelost und Nina ergatterte eine Karte für eine Vorrunde der Turner, leider ohne deutsche Beteiligung, sowie ein Ticket fürs Turmspringen.
„Einmal bei den Olympischen Spielen dabei sein war schon immer mein Traum. Die Stimmung in London war einfach großartig. Die Atmosphäre im Olympia Park atemberaubend. Gänsehautfeeling pur. Die Briten haben ihre Sportler gefeiert, aber auch die Sportler anderer Nationen wieder aufgebaut. Wie zum Beispiel den Turmspringer Feck nach seinem missglückten Versuch auf dem Dreier. Als er erneut aufs Brett stieg hat das Aquatics Center getobt. Das hat mich echt beeindruckt. Die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen in England habe ich in der Form zuvor noch nirgends erlebt.“
Einziger Wermutstropfen: Von den Wettkampfen bei den Olympischen Spielen, konnte Nina nicht viel sehen. Dank Sightseeing, Shopping, einem Besuch in den Harry Potter Studios, sowie in Cambridge und diversen Sportangeboten im Camp blieb nicht viel Zeit für Fernsehen. Stets mit dabei war Mareike Walter, ebenfalls Teilnehmerin beim Olympischen Jugendlager und Langenhagenerin. Bei der Eröffnungsfeier sind die 120 Teilnehmer und Betreuer mit Fahnen und Fanartikeln bewaffnet nach Newham zum Public Viewing gefahren. Zu Beginn der Spiele wurde das Jugendlager sogar ins Deutsche Haus zum Fanfest eingeladen. Deutschen Sportler ist Nina leider nicht persönlich begegnet. Andererseits hat sie sie vielleicht auch einfach nicht erkannt.
Das englische Wetter hat sich, entgegen aller Erwartungen, von seiner besten Seite gezeigt. So gab es einen Mix aus Sonne, Wolken und auch ab und zu Regen, wobei nach einem kurzen Guss auch alles vorbei war. Das englische Essen ist eben etwas anders als das deutsche. Mineralwasser mit Kohlensaure und Schwarzbrot. Darauf hat Nina sich nach fast drei Wochen am meisten gefreut.
„Ich bin stolz drauf ein Teil dieses Jugendlagers gewesen zu sein und damit auch ein Teil von den Olympischen Spielen. Ich möchte meinem Verein noch einmal danken, dass er mir den BFD und die Reise ermöglicht hat. Ich habe sehr viel aus diesem Jahr mitgenommen und unvergessliche Momente erlebt. Die Zeit bei Sparta wird mir in guter Erinnerung bleiben.“